Eine Grippeimpfung (Influenza-Impfung) wird bei Myasthenia gravis in der Regel **nicht als schädlich** angesehen. Im Gegenteil: Menschen mit Myasthenia gravis haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen durch eine echte Grippeinfektion, weshalb eine Impfung meist empfohlen wird. Wichtige Hinweise: - **Totimpfstoffe** (wie die übliche Grippeimpfung) gelten als sicher für Menschen mit Myasthenia gravis. - **Lebendimpfstoffe** sollten bei immunsupprimierten Patienten (z. B. bei Einnahme von Immunsuppressiva) vermieden werden, sind aber bei der Grippeimpfung in Deutschland nicht üblich. - In seltenen Fällen kann jede Impfung eine Autoimmunerkrankung beeinflussen, das Risiko wird aber als sehr gering eingeschätzt. - Vor der Impfung sollte immer eine Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen oder Hausarzt erfolgen, besonders wenn eine Immunsuppression vorliegt oder die Erkrankung nicht stabil ist. **Fazit:** Die Grippeimpfung schadet in der Regel nicht bei Myasthenia gravis und wird meist sogar empfohlen, um schwere Verläufe einer Grippe zu verhindern. Eine individuelle ärztliche Beratung ist jedoch immer ratsam.