Zahlt die GKV die Kryotherapie eines Nierentumors?

Antwort vom

In der Regel **nein, nicht als Standardleistung**: Die **gesetzliche Krankenversicherung (GKV)** übernimmt eine **Kryotherapie (Kryoablation) eines Nierentumors** meist **nur in begründeten Einzelfällen**, typischerweise **als „neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode“ (NUB)** bzw. **außerhalb der Regelversorgung**, und dann **nur nach vorheriger Kostenklärung**. **Wann eine Übernahme eher möglich ist (typische Konstellationen):** - **kleiner, lokal begrenzter Tumor** (häufig „small renal mass“, z. B. T1a), - **hohes OP‑Risiko** oder relevante Begleiterkrankungen, - **Einzelniere**, eingeschränkte Nierenfunktion oder andere Gründe, warum eine Operation (Teilresektion) ungünstig ist, - Behandlung in einem **Krankenhaus**, das die Methode im Rahmen der stationären Versorgung abrechnen darf (je nach Abrechnungs-/Methodenstatus). **Wichtig in der Praxis:** - **Stationär** sind die Chancen auf Kostenübernahme oft höher als **ambulant**, weil die Regeln zur Methodenbewertung unterschiedlich greifen. - Häufig wird vorab eine **schriftliche Kostenzusage** bzw. ein **MD‑Verfahren** verlangt; ohne das kann es zu **Ablehnung** oder späteren **Eigenkosten** kommen. Verlässliche Grundlage/Einordnung: Gemeinsamer Bundesausschuss (G‑BA) zur Methodenbewertung und Leistungsansprüchen in der GKV: https://www.g-ba.de/

Neue Frage stellen

Verwandte Fragen

Was kostet eine Kryotherapie?

Eine Kryotherapie kostet typischerweise: - **Ganzkörper-Kryotherapie (Kältekammer, 2–3 Minuten):** ca. **30–60 € pro Sitzung**; **Pakete/Abos** oft günstiger (z. B. **...