Kann man einen gefühlsarmen oder kalten Psychotherapeuten wählen, wenn man keinen guten Zugang zu Gefühlen hat?

Antwort

Der Begriff „gefühlsarm“ oder „kalt“ wird in der Psychotherapie nicht als Fachbegriff für Therapeut*innen verwendet, sondern eher als Beschreibung für das Verhalten oder Erleben von Patient*innen. Wenn du meinst, ob jemand, der selbst wenig Zugang zu seinen eigenen Gefühlen hat oder sich emotional distanziert fühlt, als Psychotherapeut*in arbeiten kann, ist das eine wichtige Frage. Empathie, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich auf die Gefühle anderer einzulassen, gelten als zentrale Kompetenzen für Psychotherapeut*innen. Ein guter Zugang zu den eigenen Gefühlen hilft dabei, Klient*innen besser zu verstehen und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufzubauen. Wer sich selbst als „gefühlsarm“ oder „kalt“ erlebt, könnte Schwierigkeiten haben, diese Beziehung herzustellen und auf die emotionalen Bedürfnisse der Klient*innen einzugehen. Allerdings ist es möglich, an der eigenen emotionalen Wahrnehmung und Empathiefähigkeit zu arbeiten – zum Beispiel durch Selbsterfahrung, Supervision oder eigene Therapie. In der Ausbildung zur Psychotherapeut*in wird auf diese Aspekte viel Wert gelegt. Zusammengefasst: Ein dauerhaft gefühlsarmer oder emotional distanzierter Umgang ist für die Arbeit als Psychotherapeut*in eher hinderlich. Es ist aber möglich, daran zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln, wenn grundsätzliches Interesse und Motivation vorhanden sind.

Neue Frage stellen

Verwandte Fragen

Wie heißt der Verein, der sich mit Psychotherapie und Rassismus beschäftigt?

Es gibt mehrere Vereine und Organisationen, die sich mit den Themen Psychotherapie und Rassismus beschäftigen. Einer der bekanntesten im deutschsprachigen Raum ist der Verein **"Initiative S... [mehr]