Worauf deuten erhöhte Ferritinwerte beim Menschen hin?

Antwort

Erhöhte Ferritinwerte im Blut können auf verschiedene gesundheitliche Zustände oder Erkrankungen hindeuten. Ferritin ist ein Protein, das Eisen im Körper speichert, und sein Spiegel im Blut gibt Hinweise auf die Eisenspeicher des Körpers. Mögliche Ursachen für erhöhte Ferritinwerte sind: 1. **Eisenüberladung (Hämochromatose):** Eine genetische Erkrankung, bei der zu viel Eisen im Körper gespeichert wird. 2. **Chronische Entzündungen:** Ferritin ist ein sogenanntes Akute-Phase-Protein und steigt bei Entzündungen, Infektionen oder chronischen Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis). 3. **Lebererkrankungen:** Erkrankungen wie Hepatitis, Fettleber oder Leberzirrhose können zu erhöhten Ferritinwerten führen. 4. **Maligne Erkrankungen:** Bestimmte Krebsarten, insbesondere Leukämien und Lymphome, können mit erhöhten Ferritinwerten einhergehen. 5. **Alkoholmissbrauch:** Übermäßiger Alkoholkonsum kann die Leber schädigen und so den Ferritinspiegel erhöhen. 6. **Bluttransfusionen oder häufige Eisenpräparate:** Diese können zu einer Eisenüberladung führen. 7. **Metabolisches Syndrom:** Übergewicht, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen können mit erhöhten Ferritinwerten verbunden sein. Erhöhte Ferritinwerte sollten immer im Zusammenhang mit anderen Laborwerten und der klinischen Situation beurteilt werden. Eine genaue Diagnose kann nur durch eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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