Wie wird eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung diagnostiziert?

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Die Diagnose einer chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung (wie z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis) erfolgt in mehreren Schritten: 1. **Anamnese (Befragung):** - Erhebung der Krankengeschichte, z. B. Dauer und Art der Beschwerden (Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit, Schwellungen, familiäre Vorbelastung). 2. **Körperliche Untersuchung:** - Untersuchung der Gelenke auf Schwellungen, Rötungen, Überwärmung, Bewegungseinschränkungen und Deformitäten. 3. **Laboruntersuchungen:** - Entzündungszeichen: Erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), C-reaktives Protein (CRP). - Spezifische Antikörper: Rheumafaktor, Anti-CCP-Antikörper (bei rheumatoider Arthritis), HLA-B27 (bei Morbus Bechterew), ANA (bei Kollagenosen). 4. **Bildgebende Verfahren:** - Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke (zum Nachweis von Gelenkzerstörung oder Erosionen). - Ultraschall oder MRT zur Darstellung von Entzündungen und Frühveränderungen. 5. **Weitere Untersuchungen:** - Gelenkpunktion mit Analyse der Gelenkflüssigkeit (bei unklaren Fällen). - Ausschluss anderer Ursachen für die Beschwerden (z. B. Infektionen, Gicht). Die Diagnose wird meist von einem Facharzt für Rheumatologie gestellt, da die Unterscheidung zwischen verschiedenen rheumatischen Erkrankungen komplex sein kann. Oft ist eine Kombination aus Symptomen, Laborwerten und bildgebenden Befunden entscheidend.

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