Kann Demenz als Grund für eine Sitzkantelung dienen?

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Demenz allein ist in der Regel kein direkter Grund für eine Sitzkantelung (Kippfunktion des Sitzes im Rollstuhl oder Pflegestuhl). Die Indikation für eine Sitzkantelung ergibt sich meist aus körperlichen Einschränkungen, wie z. B. mangelnder Rumpfstabilität, erhöhter Dekubitusgefahr oder zur Verbesserung der Sitzposition und des Komforts. Bei Menschen mit Demenz kann eine Sitzkantelung jedoch indirekt sinnvoll sein, wenn durch die Demenz folgende Probleme auftreten: - **Reduzierte Eigenaktivität:** Die Person kann sich nicht mehr selbstständig aufrichten oder die Sitzposition korrigieren. - **Erhöhtes Sturzrisiko:** Durch Unruhe oder mangelndes Gefahrenbewusstsein besteht die Gefahr, aus dem Stuhl zu rutschen. - **Dekubitusprophylaxe:** Wenn die Person sich nicht mehr selbst umlagern kann, hilft die Kantelung, den Druck zu verteilen. Wichtig: Die Anwendung einer Sitzkantelung bei Menschen mit Demenz sollte immer individuell geprüft und begründet werden. Sie darf nicht als freiheitsentziehende Maßnahme missbraucht werden und muss dem Wohl der betroffenen Person dienen. Eine interdisziplinäre Absprache (z. B. mit Pflege, Ärzten, Therapeuten) ist ratsam. Weitere Informationen findest du z. B. bei [Deutsche Alzheimer Gesellschaft](https://www.deutsche-alzheimer.de/) oder [Bundesverband Geriatrie](https://www.bv-geriatrie.de/).

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