Wie viele Brutknöllchen (Bulbillen) vom Scharbockskraut kann man im Februar vor der Blüte roh oder gekocht essen?

Antwort

Die Brutknöllchen (Bulbillen) des Scharbockskrauts (Ficaria verna, auch bekannt als Ranunculus ficaria) enthalten wie die gesamte Pflanze giftige Protoanemonin-Verbindungen, die vor allem vor und während der Blütezeit in hoher Konzentration vorhanden sind. Diese Stoffe können zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen und anderen Vergiftungserscheinungen führen. **Verzehrmenge und Sicherheit:** - **Roh:** Der rohe Verzehr der Brutknöllchen wird nicht empfohlen, da die Giftstoffe in rohem Zustand besonders wirksam sind. - **Gekocht:** Durch Kochen wird das giftige Protoanemonin größtenteils zerstört, sodass kleine Mengen der gekochten Knöllchen in der Regel unbedenklich sind. Dennoch gibt es keine offiziell empfohlene oder sichere Verzehrmenge, da die Giftstoffkonzentration je nach Standort und Pflanze schwanken kann. **Empfehlung:** - Wenn du die Knöllchen probieren möchtest, dann nur **gekocht** und in sehr kleinen Mengen (z.B. 2–3 Knöllchen als Beigabe zu einem Gericht). - Bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen besser ganz darauf verzichten. **Wichtiger Hinweis:** Scharbockskraut und seine Brutknöllchen sind keine klassischen Speisepflanzen. Die Verwendung als Wildgemüse ist umstritten und sollte nur mit großer Vorsicht und Sachkenntnis erfolgen. Bei Anzeichen einer Vergiftung (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) sofort einen Arzt aufsuchen. Weitere Informationen findest du z.B. bei [giftpflanzen.com](https://www.giftpflanzen.com/ficaria_verna.html) oder [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Scharbockskraut).

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