Warum steigt der Blutzucker abends langsamer an?

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Der Blutzucker steigt abends oft langsamer an, weil der Körper zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich auf Kohlenhydrate reagiert. Das liegt vor allem an den sogenannten zirkadianen Rhythmen, also der inneren biologischen Uhr. Abends ist die Insulinsensitivität meist geringer als morgens, das heißt, die Körperzellen reagieren weniger empfindlich auf Insulin. Dadurch wird Zucker aus dem Blut langsamer in die Zellen aufgenommen. Außerdem ist die Aktivität bestimmter Hormone, wie Cortisol, die den Blutzucker beeinflussen, im Tagesverlauf unterschiedlich. Morgens ist der Cortisolspiegel höher, was den Blutzucker schneller ansteigen lässt. Abends ist dieser Spiegel niedriger, was zu einem langsameren Anstieg führen kann. Zusätzlich bewegen sich viele Menschen abends weniger, was ebenfalls den Zuckerstoffwechsel beeinflussen kann. Die individuelle Reaktion kann jedoch variieren, zum Beispiel bei Menschen mit Diabetes oder Schichtarbeitern. Weitere Informationen findest du z.B. bei [DiabetesDE](https://www.diabetesde.org/diabetes/leben-mit-diabetes/ernaehrung/insulin-und-blutzuckerwerte-im-tagesverlauf).

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