Wie kann man Kristalle im Ohr, die Schwindel auslösen, behandeln?

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Ja, es gibt Möglichkeiten, sogenannte „Kristalle“ im Ohr, die Schwindel verursachen, zu behandeln. Diese Kristalle sind kleine Kalziumkarbonat-Partikel (Otolithen), die sich im Innenohr befinden. Wenn sie sich lösen und in die Bogengänge des Gleichgewichtsorgans gelangen, können sie den gutartigen Lagerungsschwindel (benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, BPLS oder BPPV) auslösen. **Behandlungsmöglichkeiten:** 1. **Lagerungsmanöver:** Die wirksamste Methode sind spezielle Lagerungsmanöver, die von Ärzt:innen oder Physiotherapeut:innen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Kristalle zurück in den Vorhof des Innenohrs zu bewegen, wo sie keine Beschwerden verursachen. Die bekanntesten Manöver sind: - **Epley-Manöver** - **Semont-Manöver** - **Brandt-Daroff-Übungen** (können auch zu Hause durchgeführt werden) 2. **Medikamentöse Behandlung:** Medikamente helfen meist nicht gegen die Ursache (die Kristalle), sondern können nur die Symptome wie Übelkeit lindern. 3. **Operation:** In sehr seltenen, therapieresistenten Fällen kann ein operativer Eingriff erwogen werden. **Wichtig:** Die Diagnose und Durchführung der Manöver sollte durch medizinisches Fachpersonal erfolgen. Bei anhaltendem oder unklarem Schwindel ist eine ärztliche Abklärung notwendig, um andere Ursachen auszuschließen. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Neurologie](https://dgn.org/leitlinien/ll-030-065-benigner-paroxysmaler-lagerungsschwindel-2021/) oder auf [gesundheitsinformation.de](https://www.gesundheitsinformation.de/benigner-paroxysmaler-lagerungsschwindel.html).

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