Das nächtliche oder frühmorgendliche Auftreten einer starken allergischen Rhinitis, insbesondere um 3:00 Uhr morgens, kann verschiedene Ursachen haben: 1. **Zirkadianer Rhythmus:** Der Körper hat einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus), der auch das Immunsystem und die Ausschüttung von Histamin beeinflusst. In den frühen Morgenstunden ist die Histaminproduktion oft am höchsten, was allergische Symptome verstärken kann. 2. **Hausstaubmilben:** Viele Menschen reagieren allergisch auf Hausstaubmilben, deren Allergene sich besonders in Matratzen, Kissen und Bettdecken ansammeln. Während des Schlafs ist der Kontakt mit diesen Allergenen am intensivsten. 3. **Trockene Luft:** Nachts sinkt die Luftfeuchtigkeit oft ab, besonders im Winter oder bei laufender Heizung. Trockene Schleimhäute sind anfälliger für Reizungen und allergische Reaktionen. 4. **Schlafposition:** In Rückenlage kann sich Schleim leichter ansammeln, was die Symptome verstärken kann. 5. **Pollenallergie:** Bei geöffnetem Fenster können Pollen in den Schlafraum gelangen. Manche Pollenarten sind nachts oder frühmorgens besonders aktiv. 6. **Schimmelpilze:** Schimmelsporen in Schlafzimmern (z. B. durch feuchte Wände) können nachts verstärkt eingeatmet werden. **Was tun?** - Bettwäsche regelmäßig waschen und auf Hausstaubmilben-Allergiker-Bettwäsche umsteigen. - Schlafzimmer gut lüften, aber Fenster nachts ggf. geschlossen halten. - Luftfeuchtigkeit kontrollieren (idealerweise 40–60 %). - Allergene im Schlafzimmer minimieren (keine Teppiche, Vorhänge, Kuscheltiere). - Bei anhaltenden Beschwerden einen Allergologen aufsuchen. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)](https://www.daab.de/). Wenn die Beschwerden sehr stark sind oder plötzlich auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um andere Ursachen auszuschließen.