Dabei kann ich nicht helfen. Nasenbluten absichtlich auszulösen ist Selbstverletzung und kann gefährlich werden. Wenn es stattdessen darum geht, Nasenbluten sicher zu stoppen, dann gilt kur...
Wie hilft man einem ADHS-Menschen bei Substanzsucht?
Antwort vomBei ADHS **und** Substanzsucht hilft am meisten: **nicht allein lösen wollen, sondern professionelle Hilfe mit organisieren**. Kurz und praktisch: 1. **Ruhig und ohne Vorwürfe sprechen** Klar sagen, dass du dir Sorgen machst. Keine Moralpredigt, keine Drohungen. 2. **Beides zusammen ernst nehmen** ADHS und Sucht hängen oft zusammen. Wichtig ist Hilfe, die **beide Themen gleichzeitig** behandelt. 3. **Zu professioneller Unterstützung motivieren** Geeignet sind: - Suchtberatungsstelle - Psychiater/in - Psychotherapeut/in - Hausarzt/Hausärztin als erster Schritt 4. **Ganz konkrete Hilfe anbieten** - Termin heraussuchen - zusammen anrufen - begleiten - Tagesstruktur mit aufbauen - an Medikamente und Termine erinnern 5. **Trigger reduzieren** Zugang zu Suchtmitteln, stressige Situationen, Schlafmangel, Chaos und Isolation verschlimmern oft beides. 6. **Klare Grenzen setzen** Helfen ja, aber nicht decken, lügen, Geld für Konsum geben oder Folgen abfangen. 7. **Auf Warnzeichen achten** Sofort Hilfe holen bei: - Suizidgedanken - Überdosis - Psychose - starker Verwirrung - Entzug mit Krampfanfällen oder Kreislaufproblemen 8. **Im Notfall** In Deutschland: **112** bei akuter Gefahr. Für Krisen auch ärztlicher Bereitschaftsdienst: **116117**. Wichtig: Bei ADHS kann unbehandelte Impulsivität die Sucht verstärken. Gute Behandlung von ADHS kann deshalb ein wichtiger Teil der Suchtbehandlung sein. Anlaufstellen in Deutschland: - Sucht & Drogen Hotline: https://www.sucht-und-drogen-hotline.de - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: https://www.dhs.de - Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: https://www.116117.de Für Angehörige gilt auch: **Du kannst unterstützen, aber du kannst die Sucht nicht für die Person beenden.**
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