Wie steht Karl der Große zur Auffassung seiner Herrschaft?

Antwort

Karl der Große, auch bekannt als Karl I. oder Charlemagne, hatte eine komplexe Auffassung seiner Herrschaft, die stark von der Idee des christlichen Königtums geprägt war. Er sah sich als von Gott eingesetzten Herrscher, dessen Aufgabe es war, das Christentum zu verbreiten und das Reich zu verteidigen. Seine Herrschaft war eng mit der Kirche verbunden; er förderte die Christianisierung der germanischen Völker und unterstützte die Reformen der Kirche. Karl der Große betrachtete sich als Beschützer des Glaubens und sah seine Herrschaft als eine Art göttliches Mandat. Darüber hinaus strebte er nach einer zentralisierten und stabilen Verwaltung seines Reiches, was sich in der Einführung von Verwaltungsreformen und der Schaffung von Markgrafen und Grafen zur lokalen Herrschaft niederschlug. Seine Krönung zum Kaiser des Römischen Reiches im Jahr 800 durch Papst Leo III. symbolisierte zudem die Verbindung von weltlicher und geistlicher Macht und stellte ihn als den Nachfolger der römischen Kaiser dar. Insgesamt war Karls Auffassung seiner Herrschaft also stark von religiösen Überzeugungen und dem Streben nach politischer Stabilität geprägt.

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