Anne Frank war ein jüdisches Mädchen, das während des Zweiten Weltkriegs lebte. Sie wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main, Deutschland, geboren und zog mit ihrer Familie 1934 nach Amsterdam, um der Verfolgung der Juden in Deutschland zu entkommen. Als die Nationalsozialisten 1940 die Niederlande besetzten, verschlechterte sich die Situation für die jüdische Bevölkerung dramatisch. 1942, als Anne 13 Jahre alt war, erhielt sie ein Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken und Erlebnisse festhielt. Im Juli 1942 versteckte sich die Familie Frank in einem Hinterhaus, um der Deportation zu entkommen. Während ihrer Zeit im Versteck, die mehr als zwei Jahre dauerte, lebte Anne mit ihrer Familie und vier anderen Personen in sehr beengten Verhältnissen. Sie schrieb weiterhin in ihr Tagebuch, in dem sie ihre Ängste, Hoffnungen und den Alltag im Versteck dokumentierte. Im August 1944 wurde das Versteck entdeckt, und Anne sowie die anderen Bewohner wurden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert. Anne starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen, kurz vor der Befreiung des Lagers. Ihr Tagebuch, das posthum unter dem Titel "Das Tagebuch der Anne Frank" veröffentlicht wurde, ist zu einem der bekanntesten und bedeutendsten Dokumente über den Holocaust geworden und vermittelt eindrucksvoll die Schrecken der Verfolgung sowie die Hoffnung und den Lebenswillen eines jungen Mädchens.