Machten die Reichsfürsten zunehmend eigene Politik gegen den Kaiser?

Antwort

Ja, im Heiligen Römischen Reich des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit machten die Reichsfürsten zunehmend eigene Politik, oft auch gegen den Kaiser. Diese Entwicklung war Teil des sogenannten "Territorialstaatsbildung", bei der die Fürsten ihre eigenen Territorien stärker kontrollierten und ihre Macht ausbauten. Dies führte zu einer Dezentralisierung der Macht im Reich und zu Konflikten zwischen den Fürsten und dem Kaiser. Die Goldene Bulle von 1356, die den Kurfürsten größere Autonomie gewährte, und der Westfälische Friede von 1648, der den Fürsten weitgehende Souveränität zusicherte, sind Beispiele für diese Entwicklung.

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