Die Politik des spanischen Hofes unter Philipp IV. war vor allem Machtpolitik nach außen und Zentralisierung nach innen – und genau daran scheiterte sie am Ende. Philipp IV. regierte ab 16...
Politik von Philipp III. von Spanien?
Antwort vom**Gemeint ist sehr wahrscheinlich Philipp III. von Spanien, nicht „Dpsnien“. Seine Politik war innenpolitisch schwach und außenpolitisch erst auf Entlastung, dann wieder auf Konfrontation ausgerichtet: Er überließ viel Macht seinem Günstling Lerma, vertrieb die Morisken und suchte nach teuren Kriegen zunächst eine Atempause mit den Niederlanden.** ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) ## Das war der Kern seiner Politik Philipp III. regierte von **1598 bis 1621**. Anders als Philipp II. führte er die Regierung nicht stark persönlich, sondern ließ sie weitgehend über den **valido** Herzog von Lerma steuern. Genau das ist die wichtigste politische Besonderheit seiner Herrschaft: Der König blieb formal oberster Herrscher, die praktische Macht lag aber oft bei seinem Favoriten. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) Das hatte eine klare Folge: Die spanische Monarchie wirkte nach außen noch gewaltig, wurde im Inneren aber schwerfälliger, abhängiger von Hofnetzwerken und weniger konsequent geführt. Typisch für Philipp III. ist deshalb nicht große Reformpolitik, sondern **Machtverlagerung an den Hof**. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) ## Innenpolitik Am wichtigsten war die **Vertreibung der Morisken** von **1609 bis 1614**. Dabei wurden mehrere hunderttausend getaufte Nachkommen früherer Muslime aus Spanien ausgewiesen. Das war keine bloß religiöse Maßnahme, sondern auch Macht- und Finanzpolitik: Die Krone und lokale Eliten profitierten teils von Beschlagnahmungen, während ganze Regionen wirtschaftlich geschwächt wurden. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) Der entscheidende Unterschied zu vielen Kurzfassungen: Diese Maßnahme stärkte Spaniens Einheit **nicht**, sondern schadete langfristig besonders Landwirtschaft und regionaler Wirtschaft, vor allem in Valencia. Politisch wirkte sie hart und demonstrativ, praktisch war sie eher ein Verlustgeschäft. ## Außenpolitik Zu Beginn wollte Philipp III. noch einen klaren Sieg gegen die aufständischen Niederlande erreichen. Als sich zeigte, dass Spanien finanziell überlastet war, wechselte die Linie: **1604** kam Frieden mit England, **1609** der **Zwölfjährige Waffenstillstand** mit den Niederlanden. Das war keine Großzügigkeit, sondern ein Eingeständnis, dass Spanien seine Macht nicht mehr unbegrenzt finanzieren konnte. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) Später wurde die Politik wieder härter. Spanien griff stärker in die Konflikte des Heiligen Römischen Reiches ein und bereitete die Rückkehr zum Krieg gegen die Niederlande vor. Damit trug Philipp III. noch vor seinem Tod zur neuen Eskalation bei, die in den Zusammenhang des Dreißigjährigen Kriegs gehört. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29)) ## Kurzurteil Philipp III. betrieb **keine starke eigenständige Reformpolitik**, sondern eine Hof- und Favoritenherrschaft mit symbolisch harter Innenpolitik und aus Finanznot gebremster Außenpolitik. Kurz gesagt: **Unter ihm blieb Spanien groß, wurde aber politisch schwächer geführt.** ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._%28Spanien%29))
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