Was sind Opfergruppen der NS-Zeit?

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Unter Opfergruppen der NS-Zeit versteht man die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland (1933-1945) systematisch verfolgt, diskriminiert, entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Zu den Hauptopfergruppen gehören: 1. **Juden**: Sie waren die Hauptzielgruppe des Holocaust, bei dem etwa sechs Millionen europäische Juden ermordet wurden. 2. **Sinti und Roma**: Auch als „Zigeuner“ bezeichnet, wurden sie ebenfalls systematisch verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. 3. **Politische Gegner**: Dazu gehörten Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter und andere, die gegen das NS-Regime opponierten. 4. **Homosexuelle**: Besonders homosexuelle Männer wurden verfolgt, inhaftiert und in Konzentrationslagern ermordet. 5. **Zeugen Jehovas**: Diese religiöse Gruppe wurde wegen ihrer Weigerung, den Hitlergruß zu leisten und Militärdienst zu leisten, verfolgt. 6. **Behinderte Menschen**: Im Rahmen des sogenannten „Euthanasie“-Programms wurden Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen systematisch ermordet. 7. **Slawische Völker**: Insbesondere Polen und Russen wurden als „Untermenschen“ betrachtet und waren Opfer von Zwangsarbeit, Vertreibung und Massenmord. 8. **Afrodeutsche und andere ethnische Minderheiten**: Auch sie wurden diskriminiert und verfolgt. Diese Gruppen litten unter den brutalen und menschenverachtenden Maßnahmen des NS-Regimes, das auf Rassenideologie und totalitärer Herrschaft basierte.

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