Was ist die Kulturreform von Hiskia?

Antwort

Die Kulturreform von Hiskia bezieht sich auf eine Reihe von religiösen und politischen Maßnahmen, die der König Hiskia von Juda im 8. Jahrhundert v. Chr. durchführte. Hiskia regierte von etwa 715 bis 686 v. Chr. und ist vor allem für seine Bemühungen bekannt, den Monotheismus im Königreich Juda zu stärken und die Verehrung anderer Götter zu unterdrücken. Zu den wichtigsten Aspekten der Reformen gehörten: 1. **Zentralisierung des Kultes**: Hiskia versuchte, die religiösen Praktiken auf den Tempel in Jerusalem zu konzentrieren. Er ließ andere Kultstätten, sogenannte Höhenheiligtümer, zerstören, um die Anbetung ausschließlich auf den Jerusalemer Tempel zu fokussieren. 2. **Zerstörung von Götzenbildern**: Hiskia ließ Götzenbilder und andere Symbole der polytheistischen Religionen entfernen und zerstören. Dazu gehörte auch die Zerstörung der Nehuschtan, einer bronzenen Schlange, die angeblich von Mose geschaffen worden war und die im Tempel verehrt wurde. 3. **Reinigung des Tempels**: Er führte eine umfassende Reinigung und Wiederherstellung des Tempels in Jerusalem durch, um ihn für den monotheistischen Gottesdienst vorzubereiten. 4. **Förderung des Passahfestes**: Hiskia förderte die Feier des Passahfestes und lud sogar die Bewohner des Nordreichs Israel ein, daran teilzunehmen, um die religiöse Einheit zu stärken. Diese Reformen hatten das Ziel, die religiöse Reinheit und Einheit des Volkes Juda zu fördern und die Abhängigkeit von anderen Göttern und religiösen Praktiken zu verringern. Sie sind in der Bibel, insbesondere im 2. Buch der Könige (Kapitel 18) und im 2. Buch der Chronik (Kapitel 29-31), dokumentiert.

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