Haben Kriegsgefangene aus dem Stalaglager Görlitz gearbeitet und in welchen Betrieben waren sie eingesetzt?

Antwort

Ja, die Kriegsgefangenen aus dem Stalag VIII A in Görlitz (heute Zgorzelec, Polen) wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Das Stalag VIII A war eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg. Die Gefangenen stammten aus verschiedenen Ländern, darunter Frankreich, Belgien, Polen, die Sowjetunion, Italien und andere. Die Kriegsgefangenen wurden in sogenannten Arbeitskommandos (Arbeitslager außerhalb des Hauptlagers) aufgeteilt und in verschiedenen Betrieben und Bereichen eingesetzt. Zu den wichtigsten Arbeitsbereichen gehörten: - **Landwirtschaft**: Viele Gefangene arbeiteten auf Bauernhöfen in der Umgebung. - **Industrie**: Sie wurden in Fabriken und Industriebetrieben eingesetzt, zum Beispiel in der Maschinenfabrik **WUMAG** (Waggon- und Maschinenbau AG Görlitz), in der **Kraftfahrzeugfabrik Phänomen** und in anderen metallverarbeitenden Betrieben. - **Bauwirtschaft**: Gefangene wurden beim Bau von Straßen, Eisenbahnen und Gebäuden eingesetzt. - **Städtische Betriebe**: Auch in städtischen Versorgungsbetrieben, wie Wasserwerken oder Elektrizitätswerken, wurden sie beschäftigt. Die genaue Zuordnung zu einzelnen Betrieben ist aufgrund der Vielzahl der Kommandos und der wechselnden Einsätze nicht immer vollständig dokumentiert. Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise darauf, dass die Görlitzer Industrie und Landwirtschaft stark von der Zwangsarbeit der Kriegsgefangenen profitierte. Weitere Informationen findest du beispielsweise auf der Seite der [Stiftung Erinnerung, Bildung, Kultur Stalag VIII A](https://www.stalag-viii-a.eu/de/geschichte-des-lagers/), die sich mit der Geschichte des Lagers und der Zwangsarbeit beschäftigt.

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