Wie war das Verhältnis Hitlers zu den Hohenzollern?

Antwort

Adolf Hitlers Verhältnis zu den Hohenzollern, der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie, war ambivalent und von politischem Kalkül geprägt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. 1918 war die Monarchie in Deutschland abgeschafft. In der Weimarer Republik gab es jedoch monarchistische Strömungen, die eine Rückkehr der Hohenzollern anstrebten. Hitler selbst hatte kein grundsätzliches Interesse an einer Wiederherstellung der Monarchie oder an einer Zusammenarbeit mit den Hohenzollern. Sein Ziel war die Errichtung einer totalitären Diktatur unter seiner Führung. Dennoch nutzte er in den frühen Jahren der NSDAP die monarchistischen Kreise, um Unterstützung zu gewinnen und seine Machtbasis zu verbreitern. Er traf sich gelegentlich mit Mitgliedern der Hohenzollern, darunter Kronprinz Wilhelm, und ließ sie an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, um konservative und monarchistische Wähler anzusprechen. Nach der Machtergreifung 1933 distanzierte sich Hitler jedoch zunehmend von den Hohenzollern. Er sah in ihnen potenzielle Rivalen und eine Gefahr für seine Alleinherrschaft. Die Hohenzollern spielten im „Dritten Reich“ keine politische Rolle mehr, und ihre Hoffnungen auf eine Restauration der Monarchie erfüllten sich nicht. Zusammengefasst: Hitlers Verhältnis zu den Hohenzollern war taktisch geprägt, aber letztlich von Misstrauen und Ablehnung bestimmt. Die Hohenzollern blieben während der NS-Zeit politisch bedeutungslos.

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