Was war der Gründungsmythos der BRD?

Antwort

Der Gründungsmythos der Bundesrepublik Deutschland (BRD) ist eng mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands verbunden. Nach der Kapitulation Deutschlands 1945 wurde das Land in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die von den Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion) kontrolliert wurden. Die Spannungen zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion führten zur Teilung Deutschlands in zwei Staaten: die BRD im Westen und die DDR im Osten. Der Gründungsmythos der BRD basiert auf der Vorstellung, dass die Bundesrepublik als demokratischer und rechtsstaatlicher Gegenentwurf zur Diktatur des Nationalsozialismus und zur kommunistischen Diktatur in der DDR geschaffen wurde. Die BRD wurde am 23. Mai 1949 mit der Verkündung des Grundgesetzes gegründet, das als provisorische Verfassung gedacht war, bis eine Wiedervereinigung Deutschlands möglich wäre. Ein zentraler Aspekt dieses Mythos ist die Westbindung der BRD, die sich in die westlichen Wertegemeinschaften wie die NATO und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (heute EU) integrierte. Diese Westbindung wurde als Schutz gegen die Bedrohung durch den Kommunismus und als Garant für Frieden und Wohlstand gesehen. Zusammengefasst lässt sich der Gründungsmythos der BRD als die Schaffung eines demokratischen, rechtsstaatlichen und westlich orientierten Staates in Abgrenzung zu den totalitären Regimen der Vergangenheit und der Gegenwart verstehen.

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