Die Gleichschaltung – Sicherung der Macht mit den Begriffen Beamte, Partei, SA, Führerstaat, Gewerkschaften, Reichspräsident erklären.

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Die Gleichschaltung war ein zentraler Prozess in der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, der darauf abzielte, alle gesellschaftlichen Bereiche unter die Kontrolle der NSDAP zu bringen. Beamte wurden loyal zur Partei verpflichtet, um die Verwaltung im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu steuern. Die SA (Sturmabteilung) spielte eine entscheidende Rolle bei der Einschüchterung politischer Gegner und der Durchsetzung der NS-Herrschaft auf der Straße. Der Führerstaat, in dem Adolf Hitler als unangefochtener Führer agierte, stellte die Grundlage für eine autoritäre Herrschaft dar, die alle Institutionen und Organisationen, einschließlich der Gewerkschaften, gleichschaltete oder auflöste. Gewerkschaften wurden verboten, um die Kontrolle über die Arbeiterbewegung zu erlangen und die Interessen der Arbeiter im Sinne der Partei zu manipulieren. Der Reichspräsident, Paul von Hindenburg, spielte zunächst eine wichtige Rolle, indem er Hitler 1933 zum Kanzler ernannte, doch bald wurde seine Macht durch die Gleichschaltung und die Etablierung des Führerstaat stark eingeschränkt.

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