Welche Geschichte hat das Weichenwerk Kirchmöser der ehemaligen DR?

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**Das Weichenwerk Kirchmöser entstand nicht als klassisches DDR-Neubauwerk, sondern aus dem großen Reichsbahn-Industriekomplex in Kirchmöser; seine eigentliche Bedeutung bekam es ab 1952, als dort Weichen für die Deutsche Reichsbahn und für den Export gefertigt wurden.** ([parkeisenbahn.de](https://www.parkeisenbahn.de/berichte-anzeigen/70.html)) ## Die historische Linie Kirchmöser war ursprünglich ein Rüstungsstandort. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die Reichsbahn große Teile des früheren Pulverfabrik-Geländes und baute dort ab 1920 das Reichsbahn-Ausbesserungswerk Brandenburg-West auf. In diesem Umfeld entstand auch die Werkstatt- und Fertigungsbasis, aus der später das Weichenwerk hervorging. ([gleisbaumechanik.de](https://www.gleisbaumechanik.de/en/about-us/history)) Der entscheidende Punkt ist: Das Weichenwerk war Teil eines viel größeren Eisenbahnstandorts. Kirchmöser war nicht nur Produktionsort, sondern ein komplettes Reichsbahn-Areal mit Werkhallen, Schulungseinrichtungen, Siedlungen und eigener Infrastruktur. Genau das erklärt, warum der Standort in der DDR so wichtig wurde. ([presse.reiseland-brandenburg.de](https://presse.reiseland-brandenburg.de/pressreleases/roter-klinker-trifft-blaue-havelseen-2975561)) ## Rolle in der DDR und bei der DR Ab 1952 begann das Weichenwerk Kirchmöser mit der Herstellung von Weichen für Bahnen im In- und Ausland. Damit wurde es zu einem zentralen Spezialbetrieb der Deutschen Reichsbahn. Die DDR nutzte den Standort nicht nur zur Versorgung des eigenen Netzes, sondern auch als Exportbetrieb. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchm%C3%B6ser)) Das ist der wichtigste Unterschied zu vielen anderen DR-Betrieben: Kirchmöser war nicht bloß Reparaturstandort, sondern ein hochspezialisierter Produktionsstandort für Oberbautechnik. Dadurch hatte das Werk eine strategische Bedeutung für Neubau, Instandhaltung und Modernisierung des Schienennetzes. ([parkeisenbahn.de](https://www.parkeisenbahn.de/berichte-anzeigen/70.html)) ## Brüche durch Krieg, DDR und Nachwendezeit Die Geschichte des gesamten Standorts ist von starken Brüchen geprägt. Aus der Pulverfabrik wurde ein Reichsbahnwerk, im Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Areals erneut kriegswirtschaftlich genutzt, nach 1945 nahm die Reichsbahn die Produktion wieder auf, und in der DDR entwickelte sich Kirchmöser zu einem der wichtigsten Bahnindustriestandorte des Landes. ([brandenburgikon.net](https://brandenburgikon.net/index.php/de/betriebe-1945-1989/bezirk-potsdam/walzwerk)) Nach der deutschen Einheit brach die alte Struktur weitgehend weg. 1991 entstand die Weichenwerk Brandenburg GmbH; nur ein Teil der früheren Arbeitsplätze und Funktionen blieb erhalten. Das zeigt die eigentliche historische Pointe: Das Weichenwerk überlebte den Systemwechsel eher als spezialisierter Industriekern, während der riesige Reichsbahnkomplex als Ganzes zerfiel. ([stadt-brandenburg.de](https://www.stadt-brandenburg.de/fileadmin/pdf/17/Archivbestand/4.4._Kirchm%C3%B6ser.pdf)) ## Kurzfazit Wenn man nach der „Geschichte des Weichenwerks Kirchmöser der ehemaligen DR“ fragt, lautet die präzise Antwort: Es war ein aus dem Reichsbahnwerk Brandenburg-West hervorgegangener Spezialbetrieb in Kirchmöser, der seit 1952 Weichen produzierte und in der DDR zu den wichtigsten Standorten der Deutschen Reichsbahn für Gleis- und Weichentechnik gehörte. Seine Geschichte steht exemplarisch für den Wandel von Militärindustrie zu Reichsbahnwerk, dann zu DDR-Bahnindustrie und schließlich zur stark verkleinerten Nachfolgeindustrie nach 1990. ([gleisbaumechanik.de](https://www.gleisbaumechanik.de/en/about-us/history))