Russland unterstützte Serbien im Ersten Weltkrieg, weil es als Schutzmacht der slawischen Völker galt und seine eigenen politischen Interessen auf dem Balkan wahren wollte.
Ab 1944 verschlechterte sich die Lage der deutschen Minderheit (Donauschwaben) in Serbien und im übrigen Jugoslawien dramatisch. Nach dem Rückzug der deutschen Wehrmacht und dem Vormarsch der jugoslawischen Partisanen unter Tito wurden viele Deutsche als „Volksdeutsche“ kollektiv für die NS-Verbrechen verantwortlich gemacht. **Arbeits- und Internierungslager:** Ab Herbst 1944 wurden Zehntausende Donauschwaben enteignet, entrechtet und in Arbeits- und Internierungslager gebracht. Die wichtigsten Lager in der Vojvodina (Nordserbien) waren unter anderem Gakovo, Kruschiwl, Rudolfsgnad (heute Knićanin), Molidorf und Jarek. Die Lebensbedingungen waren katastrophal: Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen führten zu sehr hohen Todesraten, besonders unter Kindern und älteren Menschen. **Vernichtungslager:** Die Lager werden von Historikern teilweise als Vernichtungslager bezeichnet, da die Sterblichkeitsrate extrem hoch war und die Lebensbedingungen gezielt lebensfeindlich gestaltet wurden. Schätzungen zufolge kamen zwischen 1944 und 1948 etwa 50.000 bis 70.000 Donauschwaben in diesen Lagern ums Leben. **Hintergrund:** Die jugoslawische Regierung unter Tito erklärte die deutsche Minderheit kollektiv zu „Staatsfeinden“. Ihr Besitz wurde konfisziert, die meisten Überlebenden wurden nach 1948 vertrieben oder emigrierten nach Deutschland und Österreich. **Quellen und weitere Informationen:** - [Donauschwäbisches Zentralmuseum](https://www.dzm-museum.de/de/geschichte/donauschwaben-im-20-jahrhundert/zweiter-weltkrieg-und-nachkriegszeit/) - [LeMO – Lebendiges Museum Online: Donauschwaben](https://www.dhm.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre/vertreibungen/donauschwaben.html) - [Wikipedia: Donauschwaben](https://de.wikipedia.org/wiki/Donauschwaben#Nach_1944) Das Schicksal der Deutschen in Serbien nach 1944 ist ein tragisches Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte, das bis heute in der Erinnerungskultur der Nachfahren eine große Rolle spielt.
Russland unterstützte Serbien im Ersten Weltkrieg, weil es als Schutzmacht der slawischen Völker galt und seine eigenen politischen Interessen auf dem Balkan wahren wollte.
Das tödliche Attentat auf Franz Ferdinand und seine Frau wurde 1914 in Sarajevo von einem serbisch-bosnischen Nationalisten aus dem Umfeld der serbischen Geheimorganisation "Schwarze Hand&qu...