Verbindlichkeiten einer GmbH zählen **nicht** zum Kapital der GmbH. Es gibt hier einen wichtigen Unterschied: - **Kapital der GmbH** (Eigenkapital): Das ist das Geld, das die Gesellschafter in die GmbH eingebracht haben (Stammkapital) sowie erwirtschaftete Gewinne, die im Unternehmen verbleiben. Es steht der GmbH dauerhaft zur Verfügung und bildet die Haftungsgrundlage gegenüber Gläubigern. - **Verbindlichkeiten** (Fremdkapital): Das sind Schulden der GmbH gegenüber Dritten, z.B. Banken, Lieferanten oder anderen Gläubigern. Diese Gelder muss die GmbH zurückzahlen. **Warum gibt es manchmal Verwirrung?** In der Bilanz einer GmbH stehen sowohl das Eigenkapital als auch die Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Beide zusammen ergeben die Mittel, mit denen das Unternehmen finanziert ist (Gesamtkapital). Aber: Nur das Eigenkapital ist das „Kapital der GmbH“ im engeren Sinne. **Fazit:** Verbindlichkeiten sind kein Teil des Kapitals der GmbH, sondern stellen Fremdkapital dar. Das Kapital der GmbH besteht aus dem Eigenkapital (insbesondere dem Stammkapital und Rücklagen). Verbindlichkeiten sind Schulden und gehören nicht zum Eigenkapital. Weitere Informationen findest du z.B. bei [IHK München: Eigenkapital und Fremdkapital](https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Existenzgründung/Finanzierung/Eigenkapital-und-Fremdkapital/).