Commodities sind an der Börse standardisierte Rohstoffe – vor allem Energie, Metalle und Agrarprodukte. Für dich praktisch wichtig: Du kaufst dabei meist nicht den Rohstoff selbst, son...
Was bedeutet spreadloser Handel an der Börse?
Antwort vom**Spreadloser Handel bedeutet: Du zahlst beim Kauf und Verkauf keinen sichtbaren Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs. Entscheidend ist aber: Kostenlos ist das nicht automatisch, denn die Kosten können stattdessen in Gebühren, schlechteren Ausführungskursen oder Produktkosten stecken.** An der Börse ist der **Spread** normalerweise die Differenz zwischen **Geldkurs** (wofür jemand kaufen würde) und **Briefkurs** (wofür jemand verkaufen würde). Dieser Abstand ist ein normaler Handelskostenfaktor. „Spreadlos“ heißt deshalb nur: Du siehst **keinen oder praktisch keinen Aufschlag zwischen Kauf- und Verkaufskurs**. Das wird oft bei bestimmten Produkten, Handelszeiten oder Aktionen beworben. ## Was das praktisch bedeutet Wenn eine Aktie theoretisch bei 100,00 Euro steht: - mit Spread kaufst du vielleicht zu **100,10 Euro** - und könntest sofort nur zu **99,90 Euro** verkaufen Dann beträgt der Spread **0,20 Euro**. Beim spreadlosen Handel lägen Kauf- und Verkaufskurs scheinbar beide bei **100,00 Euro**. ## Der wichtige Haken Spreadloser Handel ist **nicht automatisch günstiger** als normaler Handel. Denn der Anbieter verdient oft trotzdem auf anderem Weg, zum Beispiel durch: - **Ordergebühren** - **Provisionen des Handelsplatzes** - **schlechtere Kursstellung in anderen Marktphasen** - **Kosten im Produkt selbst**, etwa bei CFDs, Zertifikaten oder Forex-Angeboten - **eingeschränkte Handelszeiten oder nur für bestimmte Werte** ## Wichtiger Unterschied Bei **echten Börsenkursen** entsteht der Spread durch Angebot und Nachfrage. Bei **außerbörslichem Handel** oder bei manchen Brokern stellt oft ein Market Maker den Kurs. Dann kann „spreadlos“ eine Werbeaussage sein, die nur unter bestimmten Bedingungen gilt. ## Klare Einordnung Für dich heißt das: **Nicht auf das Wort „spreadlos“ schauen, sondern auf die Gesamtkosten und den tatsächlich ausgeführten Kurs.** Ein normaler Handel mit kleinem Spread kann am Ende günstiger sein als ein angeblich spreadloser Handel mit versteckten Kosten.
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