Welche Auswirkungen hat es auf die Rente, wenn ich nach 30 Arbeitsjahren nur noch 25 Stunden pro Woche arbeite?

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Die Auswirkungen hängen vor allem davon ab, **in welchem Rentensystem** du bist (gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland) und **wie stark dein Bruttoverdienst** durch die Reduzierung auf 25 Stunden sinkt. Grundprinzip: 1) **Die 30 Jahre bleiben dir vollständig erhalten** Alles, was du in diesen 30 Jahren an Beitragszeiten und Entgeltpunkten aufgebaut hast, geht nicht verloren. 2) **Ab dem Wechsel auf 25 Stunden sammelst du pro Jahr meist weniger Rentenansprüche** In der gesetzlichen Rente zählt nicht „Vollzeit vs. Teilzeit“, sondern **beitragspflichtiges Brutto**. Sinkt dein Brutto (und damit die Beiträge), bekommst du **pro Jahr weniger Entgeltpunkte**. Faustregel: Verdient man z. B. nur noch **80 %** des früheren (beitragspflichtigen) Bruttos, entstehen in dieser Phase grob **nur noch 80 %** der jährlichen Rentenpunkte im Vergleich zu vorher. 3) **Mögliche Sonderfälle, die die Wirkung abmildern oder verändern** - **Teilzeit ohne großen Gehaltsverlust** (z. B. hoher Stundenlohn/Umgruppierung): dann ist der Renteneffekt kleiner. - **Minijob**: ohne eigene Rentenbeiträge (Befreiung) entstehen kaum zusätzliche Ansprüche; mit Beiträgen entstehen welche, aber eher gering. - **Arbeitslosigkeit/Krankengeld/Eltern- oder Pflegezeiten** können (je nach Fall) als Zeiten zählen und teils Beiträge/Anrechnungen auslösen. 4) **Rentenbeginn/Abschläge bleiben ein eigener Punkt** Ob du später **früher oder später** in Rente gehst, wirkt zusätzlich über **Abschläge/Zuschläge** – unabhängig davon, ob du Teilzeit gearbeitet hast. Wenn du in der **deutschen gesetzlichen Rentenversicherung** bist, ist die Kernaussage: **Teilzeit senkt die spätere Rente nur über das niedrigere beitragspflichtige Einkommen in den Teilzeitjahren; die bereits erarbeiteten 30 Jahre bleiben unberührt.**

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