Für die Schweiz liegt eine durchschnittliche Rendite bei mittelmässigem Risiko im Zeitraum 2000 bis 2025 grob bei etwa 3,5 bis 5,5 % pro Jahr nominal; für ein klassisch ausgewogenes Por...
Wie berechnet man ein Renditedreieck?
Antwort vom**Ein Renditedreieck wird berechnet, indem für jeden möglichen Kaufzeitpunkt und jeden späteren Verkaufszeitpunkt die annualisierte Rendite derselben Anlage ausgerechnet und in eine Matrix eingetragen wird.** Entscheidend ist: Es zeigt nicht „die eine Rendite“, sondern wie stark das Ergebnis allein vom Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt abhängt. ## So funktioniert die Berechnung In den Zeilen stehen meist die Kaufjahre, in den Spalten die Verkaufsjahre. Für jedes Feld gilt: 1. Startwert zum Kaufzeitpunkt nehmen 2. Endwert zum Verkaufszeitpunkt nehmen 3. Ausschüttungen oder Dividenden mit einbeziehen, wenn das Dreieck auf Gesamtrendite basiert 4. Daraus die durchschnittliche Jahresrendite berechnen Die Standardformel ist: ```text Rendite pro Jahr = (Endwert / Startwert)^(1 / Anzahl der Jahre) - 1 ``` ## Einfaches Beispiel Du kaufst bei einem Indexstand von 100 und verkaufst 5 Jahre später bei 150. ```text (150 / 100)^(1/5) - 1 = 0,0845 = 8,45 % pro Jahr ``` Genau dieser Wert kommt dann in das Feld: Kaufjahr = Startjahr, Verkaufsjahr = Endjahr. ## Wichtiger Unterschied Viele verwechseln das mit der Gesamtrendite. - **Gesamtrendite**: 50 % - **Annualisierte Rendite**: 8,45 % pro Jahr Das Renditedreieck nutzt fast immer die annualisierte Rendite, weil nur so Zeiträume unterschiedlicher Länge fair vergleichbar sind. ## Was oft übersehen wird Ein gutes Renditedreieck basiert idealerweise auf einem **Performanceindex** oder auf Kursen **inklusive Wiederanlage von Ausschüttungen**. Sonst wirkt die Rendite zu niedrig. Bei Aktien- oder ETF-Dreiecken ist genau das der entscheidende Unterschied: Ein Kursdreieck zeigt nur Preisveränderungen, ein Renditedreieck zeigt den realistischeren Vermögenszuwachs. ## Praktische Bedeutung Das Dreieck macht sofort sichtbar: - kurze Haltedauern schwanken stark - längere Haltedauern glätten das Timing-Risiko - dieselbe Anlage kann je nach Einstiegsjahr sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern Gerade deshalb wird es oft genutzt, um zu zeigen, warum langfristiges Investieren robuster ist als der Versuch, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu treffen.
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