Ein Festwert in der Bilanz ist ein Bewertungsansatz, der für bestimmte Vermögensgegenstände verwendet wird, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert über die Jahre hinweg relativ konstant bleibt. Diese Methode wird oft für geringwertige Wirtschaftsgüter oder für Vorräte angewendet, die in ihrer Gesamtheit betrachtet werden und deren Einzelbewertung zu aufwendig wäre. Der Festwert wird einmalig festgelegt und bleibt über mehrere Jahre unverändert, solange die Gesamtmenge und der Gesamtwert der betreffenden Vermögensgegenstände nicht wesentlich schwanken. Diese Methode vereinfacht die Buchführung und reduziert den Aufwand für die jährliche Inventur. Ein Beispiel für die Anwendung eines Festwerts könnte die Bewertung von Werkzeugen in einem Handwerksbetrieb sein, die regelmäßig ersetzt werden, aber deren Gesamtwert über die Jahre hinweg relativ konstant bleibt. Die rechtlichen Grundlagen und spezifischen Anforderungen für die Anwendung des Festwerts können je nach Land und Rechnungslegungsstandard variieren. In Deutschland ist die Anwendung des Festwerts beispielsweise im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt.