Welche Annahme liegt dem maximalen Geldschöpfungsvolumen zugrunde und welche Voraussetzung muss erfüllt sein?

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Das maximale Geldschöpfungsvolumen basiert auf der Annahme, dass alle Banken das gesamte ihnen zur Verfügung stehende Geld, das nicht als Mindestreserve gehalten werden muss, vollständig als Kredite weiterverleihen. Diese Annahme ist zentral für das Konzept des Geldschöpfungsmultiplikators. Die Voraussetzung, die erfüllt sein muss, damit dieser Betrag entsteht, ist, dass: 1. **Alle Banken das gesamte überschüssige Geld verleihen**: Jede Bank muss bereit sein, das gesamte Geld, das über die Mindestreserve hinausgeht, als Kredite zu vergeben. 2. **Keine Bargeldhaltung durch die Öffentlichkeit**: Es wird angenommen, dass die gesamte Geldmenge im Bankensystem bleibt und nicht als Bargeld abgehoben wird. 3. **Konstante Mindestreserveanforderungen**: Die Mindestreserveanforderungen müssen konstant bleiben und von allen Banken eingehalten werden. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann das Bankensystem das maximale Geldschöpfungsvolumen erreichen, das durch den Geldschöpfungsmultiplikator beschrieben wird. Der Geldschöpfungsmultiplikator ist das Verhältnis von Einlagen zu Reserven und zeigt, wie viel Geld das Bankensystem insgesamt aus einer bestimmten Menge an Zentralbankgeld schöpfen kann.

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