Wie wurden Kartoffeln zum Volksnahrungsmittel?

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Die Kartoffel wurde im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa gebracht. Anfangs war sie in Europa wenig beliebt und wurde oft nur als Zierpflanze angebaut, da viele Menschen ihr misstrauten und nicht wussten, wie sie sie zubereiten sollten. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts erkannte man ihren Wert als nahrhaftes und ertragreiches Lebensmittel. Ein wichtiger Faktor für die Verbreitung der Kartoffel als Volksnahrungsmittel war ihre Widerstandsfähigkeit: Sie wächst auch in kargen Böden und liefert hohe Erträge. In Zeiten von Missernten bei Getreide wurde die Kartoffel zu einer wichtigen Alternative, um Hungersnöte zu verhindern. In Preußen förderte Friedrich der Große gezielt den Kartoffelanbau, um die Ernährungssituation zu verbessern. Er ließ sogar sogenannte „Kartoffelbefehle“ erlassen und die Bauern zum Anbau verpflichten. Mit der Zeit wurde die Kartoffel in ganz Europa immer populärer und entwickelte sich zu einem Grundnahrungsmittel, das bis heute in vielen Ländern eine zentrale Rolle spielt.

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