Was kann man im Januar aus Vogelmiere, Klettenlabkraut, Brennnessel, Scharbockskraut, Nelkenwurz, Brombeere, Judasohren und Haselwürmchen zubereiten?

Antwort

Im Januar lassen sich aus den genannten Wildpflanzen und Pilzen einige interessante Gerichte und Anwendungen zubereiten, auch wenn die Auswahl an frischen Zutaten in dieser Jahreszeit begrenzt ist. Hier einige Ideen: **1. Wildkräuter-Salat oder -Smoothie:** Vogelmiere, Klettenlabkraut, junge Brennnesselblätter (nur ganz junge, da ältere Blätter im Winter oft zu grob sind) und – in sehr kleinen Mengen – Scharbockskraut (nur vor der Blüte, da es sonst giftig wird) können zu einem vitaminreichen Salat oder grünen Smoothie verarbeitet werden. Achtung: Scharbockskraut nur in kleinen Mengen und nur vor der Blüte verwenden! **2. Wildkräuter-Pesto:** Eine Mischung aus Vogelmiere, Klettenlabkraut und Brennnessel ergibt mit Nüssen, Öl und etwas Knoblauch ein würziges Pesto. **3. Tee oder Aufguss:** Blätter von Brombeere und Brennnessel eignen sich hervorragend für einen wärmenden Wintertee. Auch getrocknete Nelkenwurz-Wurzeln können als Tee zubereitet werden, sie schmecken leicht nach Nelken und sind magenfreundlich. **4. Judasohren-Pilzgericht:** Judasohren (Auricularia auricula-judae) sind winterharte Pilze, die du frisch sammeln kannst. Sie eignen sich für asiatische Suppen, Wok-Gerichte oder als Einlage in Gemüsepfannen. **5. Wildkräuter-Quark oder -Butter:** Klein gehackte Vogelmiere, Klettenlabkraut und Brennnessel unter Quark oder Butter gemischt ergeben einen würzigen Brotaufstrich. **6. Nelkenwurz als Gewürz:** Die Wurzel der Nelkenwurz kann getrocknet und gerieben als Gewürz für Süßspeisen oder Tee verwendet werden. **7. Haselwürmchen (Larven des Haselnussbohrers):** Diese essbaren Insekten können geröstet und als proteinreiche Zutat über Salate oder in Pfannengerichten verwendet werden. **Beispielrezept: Winterlicher Wildkräuter-Salat mit Judasohren und gerösteten Haselwürmchen** - Junge Blätter von Vogelmiere, Klettenlabkraut und Brennnessel waschen und grob hacken - Judasohren in Streifen schneiden und kurz in Öl anbraten - Haselwürmchen in einer Pfanne ohne Fett rösten - Alles mit einem Dressing aus Öl, Essig, Salz und Pfeffer vermengen - Nach Belieben mit Brombeerblättern garnieren **Hinweis:** Beim Sammeln und Verzehr von Wildpflanzen und Pilzen ist immer auf sichere Bestimmung und auf mögliche Giftigkeit (z.B. Scharbockskraut nach der Blüte) zu achten. Haselwürmchen sollten nur gegessen werden, wenn du sicher bist, dass sie essbar und nicht mit Schadstoffen belastet sind. Weitere Informationen zu essbaren Wildpflanzen findest du z.B. auf [Kostbare Natur](https://www.kostbarenatur.net/) oder [mundraub.org](https://mundraub.org/).

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