Was enthält mehr Oxalsäure: Rhabarberstangen oder 20 cm lange Triebe des Japanischen Staudenknöterichs?
Antwort vom**Rhabarberstangen enthalten nach belastbaren Nährwertangaben sehr wahrscheinlich mehr Oxalsäure als 20 cm lange Triebe des Japanischen Staudenknöterichs.** Für Rhabarber werden rund **460 mg Oxalsäure pro 100 g** angegeben, während ich für junge Staudenknöterichtriebe keine gleichwertig belastbare Mengenangabe gefunden habe – nur den Hinweis, dass sie zwar oxalsäurehaltig sind, aber als milder „Rhabarber-Ersatz“ gelten. ([bzfe.de](https://www.bzfe.de/fileadmin/user_upload/eif_141112_calcium_milch_knochengesundheit.pdf)) ## Warum die Antwort nicht ganz exakt sein kann Der entscheidende Punkt ist: **Bei Rhabarber gibt es konkrete Zahlen, beim Japanischen Staudenknöterich meist nur allgemeine Warnhinweise.** Das macht einen sauberen 1:1-Vergleich schwierig. Für Rhabarber nennt das BZfE-Dokument 460 mg/100 g. Für Staudenknöterich fand ich keine verlässliche Primärquelle mit mg-pro-100-g-Werten für junge 20-cm-Triebe. ([bzfe.de](https://www.bzfe.de/fileadmin/user_upload/eif_141112_calcium_milch_knochengesundheit.pdf)) ## Praktisch wichtiger Unterschied **20 cm Länge sagt fast nichts über die Oxalsäuremenge aus.** Entscheidend ist das **Gewicht** und das **Pflanzenalter**. Ein dicker, älterer Trieb kann trotz gleicher Länge deutlich mehr Gesamt-Oxalsäure enthalten als ein dünner, sehr junger Trieb. Außerdem steigt der Oxalsäureanteil bei vielen Pflanzen mit zunehmender Reife. ([sciencedirect.com](https://www.sciencedirect.com/topics/immunology-and-microbiology/oxalis)) ## Was daraus folgt Wenn du das wegen Verträglichkeit oder Nierensteinen wissen willst, ist **Rhabarber die schlechter kalkulierbare Wahl nur dann nicht – sondern die besser dokumentierte, und zwar mit klar hohem Oxalsäurewert**. Beim Japanischen Staudenknöterich ist das Problem eher die **unsichere Datenlage**. Deshalb ist die vorsichtige, fachlich saubere Kurzantwort: **eher Rhabarberstangen**. ([bzfe.de](https://www.bzfe.de/fileadmin/user_upload/eif_141112_calcium_milch_knochengesundheit.pdf))