Wie macht man Alkohol aus Kornelkirschen?

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**Alkohol aus Kornelkirschen macht man entweder als Likör oder als Fruchtwein mit anschließender Destillation – praktisch und legal sinnvoll ist für Privatleute fast immer nur Likör, weil Brennen in Deutschland ohne Erlaubnis nicht einfach erlaubt ist.** ## Die einfache Variante: Kornelkirschen-Likör Das ist der direkteste Weg, aus Kornelkirschen „Alkohol daraus zu machen“: Du setzt die Früchte mit fertigem Alkohol an. Du brauchst: - 1 kg reife Kornelkirschen - 700–1000 ml Wodka oder Korn - 300–500 g Zucker - großes Schraubglas So geht’s: 1. Kornelkirschen waschen, schlechte Früchte aussortieren. 2. Früchte leicht anquetschen oder einstechen. 3. Mit Zucker ins Glas geben. 4. Mit Wodka oder Korn vollständig bedecken. 5. 4–8 Wochen dunkel ziehen lassen, gelegentlich schütteln. 6. Abfiltern, in Flaschen füllen, noch einige Wochen reifen lassen. Der Vorteil: sicher, einfach, aromatisch. Der Nachteil: Der Alkohol entsteht nicht in der Frucht selbst, sondern kommt von außen dazu. ## Wenn du Alkohol wirklich erzeugen willst Dann musst du die Kornelkirschen vergären. Aus dem Fruchtzucker wird durch Hefe Ethanol. Grundprinzip: - Früchte zerdrücken - mit Wasser und oft etwas Zucker ansetzen - Weinhefe zugeben - unter Gärverschluss mehrere Wochen vergären - danach abziehen und klären Wichtig ist aber: Kornelkirschen haben viel Säure und relativ wenig vergärbaren Saft im Vergleich zu klassischen Weintrauben. Deshalb wird daraus zu Hause eher Fruchtwein als ein starker Alkohol. Ein einfacher Ansatz: - 2 kg Kornelkirschen - 1,5–2 l Wasser - 500–800 g Zucker - Weinhefe - Hefenährsalz - Gärbehälter mit Gärspund Ablauf: 1. Früchte entsteinen oder grob zerdrücken. 2. Mit Wasser ansetzen. 3. Zucker teilweise auflösen und zugeben. 4. Weinhefe nach Anleitung einrühren. 5. 1–3 Wochen stürmisch vergären lassen. 6. Fruchtmasse abpressen. 7. Jungwein weiter gären und klären lassen. 8. Danach in Flaschen füllen. ## Der entscheidende Unterschied Likör = du **fügst Alkohol hinzu**. Fruchtwein = du **erzeugst Alkohol durch Gärung**. Schnaps/Brand = du **destillierst** den vergorenen Ansatz. Genau hier liegt das häufige Missverständnis: Aus Kornelkirschen direkt „Schnaps machen“ heißt nicht nur gären, sondern anschließend auch brennen. ## Was daraus praktisch am besten wird Kornelkirschen ergeben meist: - einen kräftig-säuerlichen Likör, - einen herben Fruchtwein, - oder nach Destillation einen eher seltenen Obstbrand. Die beste Hausmacher-Variante ist fast immer Likör, weil das Aroma der Kornelkirsche dabei klarer und sauberer bleibt. Fruchtwein geht auch, ist aber deutlich fehleranfälliger. ## Wichtig zu Recht und Sicherheit In Deutschland ist das private Destillieren von Alkohol rechtlich eingeschränkt und erlaubnispflichtig. Einfach einen vergorenen Kornelkirsch-Ansatz zu brennen, ist keine harmlose Küchenaktion, sondern rechtlich problematisch. Außerdem ist sauberes Arbeiten entscheidend: schlechte Hygiene ruiniert den Ansatz schnell durch Essigstich oder Schimmel. **Kurz gesagt: Wenn du zu Hause aus Kornelkirschen Alkohol machen willst, ist Likör die beste und einfachste Methode; wenn du Alkohol erst erzeugen willst, musst du die Früchte mit Hefe vergären, aber für echten Schnaps wäre danach noch eine rechtlich heikle Destillation nötig.**