Was ist die stationäre Phase?

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Die stationäre Phase ist ein Begriff aus der Chromatographie, einer analytischen Methode zur Trennung von Stoffgemischen. In diesem Kontext bezieht sich die stationäre Phase auf das Material, das in der Chromatographiesäule oder auf der Trennplatte fixiert ist und mit der mobilen Phase (dem Lösungsmittel oder Gas) interagiert. Die stationäre Phase bleibt während des gesamten Trennprozesses unbeweglich, während die mobile Phase durch sie hindurchfließt. Die Trennung der Komponenten eines Gemisches erfolgt aufgrund der unterschiedlichen Wechselwirkungen der einzelnen Komponenten mit der stationären und der mobilen Phase. Komponenten, die stärker an der stationären Phase haften, bewegen sich langsamer durch die Säule oder über die Platte, während Komponenten, die schwächer haften, schneller vorankommen. Dies führt zur Trennung der verschiedenen Substanzen im Gemisch. Es gibt verschiedene Arten von stationären Phasen, je nach Art der Chromatographie, wie z.B. festes Adsorptionsmittel (z.B. Silicagel) in der Dünnschichtchromatographie oder flüssig beschichtete Feststoffe in der Gaschromatographie.

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