Wann ist eine Chemikalie ein gefährlicher Stoff?

Antwort

Eine Chemikalie wird als „gefährlicher“ Stoff eingestuft, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt, die in verschiedenen gesetzlichen Regelungen und Normen festgelegt sind. In der Europäischen Union beispielsweise erfolgt die Einstufung nach der CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures). Ein Stoff gilt als gefährlich, wenn er eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweist: 1. **Physikalische Gefahren**: Dazu gehören Explosivität, Entzündbarkeit, Oxidationsfähigkeit, Druckgas, etc. 2. **Gesundheitsgefahren**: Dazu zählen akute Toxizität, Hautkorrosion oder -reizung, schwere Augenschädigung oder -reizung, Sensibilisierung der Atemwege oder der Haut, Keimzellmutagenität, Karzinogenität, Reproduktionstoxizität, spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige oder wiederholte Exposition), Aspirationsgefahr. 3. **Umweltgefahren**: Hierzu gehören Gefahren für die aquatische Umwelt (akut oder chronisch) und die Ozonschicht. Die Einstufung erfolgt anhand von Prüfmethoden und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Weitere Informationen zur CLP-Verordnung findest du hier: [Europäische Chemikalienagentur (ECHA)](https://echa.europa.eu/de/regulations/clp/understanding-clp).

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