Aus Honig wird Alkohol, indem Hefen den im Honig enthaltenen Zucker vergären; das Ergebnis ist Met. Reiner Honig gärt aber nicht einfach von selbst, weil er zu wenig Wasser enthält. So...
Wie macht man Alkohol aus Kartoffeln?
Antwort vom**Aus Kartoffeln macht man Alkohol, indem man zuerst die Stärke in Zucker umwandelt und diesen Zucker dann mit Hefe vergären lässt – direkt aus rohen Kartoffeln entsteht kein trinkbarer Alkohol.** ## So funktioniert es grundsätzlich Kartoffeln enthalten vor allem Stärke, aber kaum vergärbaren Zucker. Genau das ist der entscheidende Punkt: Hefe kann Zucker vergären, Stärke aber nicht. Darum läuft der Prozess in drei Schritten: 1. Kartoffeln kochen oder dämpfen, damit die Stärke aufgeschlossen wird 2. Stärke mit Enzymen oder Malz in Zucker umwandeln 3. Die zuckerhaltige Maische mit Hefe vergären ## Der praktische Ablauf Kartoffeln werden zuerst gewaschen, zerkleinert und weich gekocht. Danach werden sie zu einer Maische verarbeitet. Anschließend braucht es Enzyme, meist aus Malz oder aus technischen Enzympräparaten. Diese spalten die Kartoffelstärke in vergärbare Zucker. Erst dann kommt Hefe dazu. Die Hefe wandelt den Zucker über einige Tage in Alkohol und Kohlendioxid um. ## Wichtiger Unterschied Gärung erzeugt nur eine alkoholhaltige Maische, keinen hochprozentigen Schnaps. Für Wodka oder Kartoffelschnaps müsste man danach destillieren. Genau dieser Schritt ist in Deutschland ohne behördliche Erlaubnis in der Regel nicht legal. Die rechtliche Einordnung erklärt der [Zoll zur Alkoholherstellung](https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Verbrauchsteuern/Alkohol/alkohol_node.html). citeturn0search0 ## Was oft falsch verstanden wird Viele denken, man müsse Kartoffeln nur mit Hefe stehen lassen. Das funktioniert praktisch nicht sinnvoll, weil der vergärbare Zucker fehlt. Der eigentliche „Trick“ ist also nicht die Hefe, sondern die Umwandlung von Stärke zu Zucker. Genau daran scheitern die meisten vereinfachten Anleitungen. ## Praktische Konsequenz Wenn es nur darum geht, ein vergärbares Ausgangsmaterial zu nutzen, sind zuckerhaltige Früchte oder Malz deutlich einfacher als Kartoffeln. Kartoffeln eignen sich eher für technische oder traditionelle Spirituosenherstellung, sind aber im Hausgebrauch unnötig aufwendig und fehleranfällig. Informationen zur Stärke-Zucker-Umwandlung findest du gut erklärt bei der [Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung](https://www.ble.de/DE/BZL/Daten-Berichte/Kartoffeln/kartoffeln_node.html).
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