Alpha-Amylase ist ein Enzym, das die Hydrolyse von Stärke in kleinere Zuckermoleküle katalysiert. Es spaltet die α-1,4-glykosidischen Bindungen innerhalb der Amylose- und Amylopektin-Moleküle, die Hauptbestandteile der Stärke sind. Dabei entstehen hauptsächlich Maltose (ein Disaccharid aus zwei Glukosemolekülen) und Dextrine (kürzere Polysaccharidketten). Der Prozess läuft folgendermaßen ab: 1. **Bindung an das Substrat**: Alpha-Amylase bindet an die Stärke und erkennt spezifische α-1,4-glykosidische Bindungen. 2. **Hydrose**: Das Enzym katalysiert die Spaltung dieser Bindungen durch die Zugabe eines Wassermoleküls (Hydrolyse), was zur Freisetzung von kürzeren Zuckermolekülen führt. 3. **Freisetzung der Produkte**: Die entstandenen Produkte, wie Maltose und Dextrine, werden freigesetzt und können weiter abgebaut oder genutzt werden. Alpha-Amylase ist in vielen Organismen vorhanden, einschließlich Menschen, wo sie im Speichel und im Pankreas produziert wird, um die Verdauung von Stärke zu unterstützen.