Wie erklären Lamarck und Darwin die Entstehung der Wandelnden Blätter?

Antwort

Lamarck und Darwin haben unterschiedliche Ansätze zur Erklärung der Entstehung von Arten, einschließlich der Wandelnden Blätter (Kangaroo-Pflanzen), die sich durch ihre Anpassungen an die Umgebung auszeichnen. **Lamarck** vertrat die Idee des Lamarckismus, die besagt, dass Organismen während ihres Lebens erworbene Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben können. Er würde argumentieren, dass die Wandelnden Blätter durch den Gebrauch und die Anpassung an ihre Umgebung entstanden sind. Wenn eine Pflanze in einem bestimmten Lebensraum lebte, könnte sie sich anpassen, indem sie ihre Blätter veränderte, um besser getarnt zu sein oder effizienter mit Licht umzugehen. Diese erworbenen Merkmale würden dann an die nächste Generation weitergegeben. **Darwin** hingegen entwickelte die Theorie der natürlichen Selektion. Er würde erklären, dass die Wandelnden Blätter durch einen Prozess der Variation und Selektion entstanden sind. In einer Population von Pflanzen gibt es natürliche Variationen in den Blattformen. Einige Pflanzen mit blattähnlichen Strukturen könnten besser in ihrer Umgebung getarnt sein und dadurch weniger Fressfeinden ausgesetzt sein. Diese Pflanzen hätten eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungsrate, was dazu führt, dass ihre Merkmale in der nächsten Generation häufiger auftreten. Über viele Generationen hinweg würden sich diese vorteilhaften Eigenschaften durch natürliche Selektion durchsetzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lamarck die Anpassungen als Ergebnis individueller Bemühungen und deren Weitergabe an Nachkommen sah, während Darwin die Entstehung der Wandelnden Blätter als Ergebnis von Variation und natürlicher Selektion erklärte.

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