Soziale Diagnostik in der Sozialen Arbeit bezieht sich auf den systematischen Prozess der Erfassung, Analyse und Bewertung der Lebenssituation und Problemlagen von Klient*innen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der individuellen Bedürfnisse, Ressourcen und Herausforderungen zu gewinnen, um darauf basierend geeignete Interventionen und Unterstützungsmaßnahmen zu planen und durchzuführen. Die soziale Diagnostik umfasst mehrere Schritte: 1. **Anamnese**: Sammlung von Informationen über die Lebensgeschichte, aktuelle Lebenssituation und spezifische Problemlagen der Klient*innen. 2. **Ressourcenanalyse**: Identifikation von vorhandenen Ressourcen und Stärken, die zur Lösung der Probleme beitragen können. 3. **Problemanalyse**: Detaillierte Untersuchung der bestehenden Probleme und deren Ursachen. 4. **Hypothesenbildung**: Entwicklung von Annahmen über mögliche Zusammenhänge und Ursachen der Problemlagen. 5. **Zieldefinition**: Festlegung von Zielen, die durch die Intervention erreicht werden sollen. 6. **Interventionsplanung**: Entwicklung eines konkreten Handlungsplans zur Erreichung der definierten Ziele. Die soziale Diagnostik ist ein kontinuierlicher Prozess, der regelmäßig überprüft und angepasst wird, um den sich verändernden Bedürfnissen und Umständen der Klient*innen gerecht zu werden.