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Gibt es eine gezielte Qualifizierung für Führungskräfte, um das Lernen ihrer Mitarbeiter zu fördern?
Antwort vom**Ja – dafür gibt es gezielte Qualifizierungen, und sie sind sinnvoll, weil Führungskräfte das Lernen im Alltag stärker beeinflussen als einzelne Seminare.** Speziell relevant sind Programme zu *lernförderlicher Führung*, *Mitarbeiterentwicklung*, *Lernbegleitung* oder der Rolle der Führungskraft als *Lerncoach*. ([businessmanagement.iao.fraunhofer.de](https://www.businessmanagement.iao.fraunhofer.de/de/projekte/Forschungsverbundprojekte/KoFueQuali.html)) ## Was damit konkret gemeint ist Gemeint ist nicht nur ein normales Führungskräftetraining. Entscheidend ist eine Qualifizierung, die Führungskräften beibringt, **Lernen im Arbeitsalltag aktiv zu ermöglichen**: durch Feedback, passende Aufgaben, Reflexion, Lernzeiten, Fehlerkultur und Entwicklungsdialoge. Genau darauf zielt etwa das Fraunhofer-Projekt **KoFüQuali** ab: Führungskräfte sollen Mitarbeitende bei ihrer kontinuierlichen Entwicklung beraten und begleiten – gerade auch über reine Pflichtschulungen hinaus. ([businessmanagement.iao.fraunhofer.de](https://www.businessmanagement.iao.fraunhofer.de/de/projekte/Forschungsverbundprojekte/KoFueQuali.html)) Ein wichtiger Punkt, der in vielen Standardantworten fehlt: **Mitarbeiter lernen nicht vor allem wegen mehr Kursen besser, sondern weil ihre direkte Führungskraft Anwendung, Übung und Rückmeldung organisiert.** Die BAuA betont lernförderliche Arbeitsgestaltung als Führungsaufgabe, und die LEKAF-Ergebnisse heben hervor, dass Anerkennung, Freiräume und Übungsmöglichkeiten das Lernen spürbar fördern. ([baua.de](https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fokus/Lernfoerderliche-Arbeitsgestaltung.pdf?__blob=publicationFile&v=2)) ## Woran du eine passende Qualifizierung erkennst Gut ist eine Qualifizierung dann, wenn sie diese Bausteine enthält: - Entwicklungs- und Lernsgespräche statt nur Zielgespräche - Feedback auf Lernfortschritt, nicht nur auf Leistung - Gestaltung lernförderlicher Aufgaben im Alltag - Umgang mit Fehlern als Lernanlass - Transfer in den Arbeitsalltag, z. B. Praxisfälle, Reflexion, Peer-Lernen - Begleitung über mehrere Wochen statt einmaligem Seminar ([ihk.de](https://www.ihk.de/oldenburg/geschaeftsfelder/ausbildungweiterbildung/weiterbildung/welche-weiterbildung-wofuer-/lehrgaenge-fuer-berufliche-spezialisierungen/ihk-fuehrungstraining-3303146)) Wenn ein Programm nur „Kommunikation“, „Motivation“ und „Konfliktmanagement“ verspricht, ist das oft zu allgemein. Für die Lernförderung der Mitarbeitenden brauchst du **explizit den Baustein Mitarbeiterentwicklung bzw. Lernbegleitung**. Das ist der entscheidende Unterschied. ## Praktische Einordnung Für Unternehmen in Deutschland gibt es solche Angebote sowohl als offene Weiterbildung als auch inhouse. Besonders plausibel sind Formate von IHK-Anbietern oder forschungsnahen Einrichtungen, weil sie stärker auf berufliche Praxis und Transfer ausgerichtet sind als reine Motivationsseminare. ([ihk.de](https://www.ihk.de/oldenburg/geschaeftsfelder/ausbildungweiterbildung/weiterbildung/welche-weiterbildung-wofuer-/lehrgaenge-fuer-berufliche-spezialisierungen/ihk-fuehrungstraining-3303146)) Die klare Empfehlung lautet deshalb: **Ja, es gibt diese Qualifizierung – aber sinnvoll ist nur eine, die Führungskräfte zu Lernbegleitern macht, nicht nur zu besseren Organisatoren.** Genau daran scheitern viele Standard-Führungstrainings.
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