Der Wandkopf einer Winkelstützwand kann auf verschiedene Arten gelagert sein, abhängig von den statischen Anforderungen und der Bauweise der Wand. Die wichtigsten Lagerungsarten sind: 1. **Gelenkig gelagert:** Der Wandkopf ist so ausgebildet, dass er sich am oberen Ende frei drehen kann, also keine Momente übertragen werden. Dies wird oft durch eine Fuge oder ein Auflager erreicht, das nur Normalkräfte und Querkräfte, aber keine Biegemomente aufnimmt. **Typische Anwendung:** Wenn die Wand nur als Kragarm wirkt und oben keine Einspannung oder Verbindung zu einer Decke oder Platte besteht. 2. **Fest (biegesteif) gelagert:** Der Wandkopf ist mit einer darüberliegenden Platte, Decke oder einem anderen Bauteil starr verbunden, sodass auch Biegemomente übertragen werden. **Typische Anwendung:** Wenn die Winkelstützwand Teil eines größeren Bauwerks ist, z. B. als Kellerwand unter einer Bodenplatte. 3. **Teilweise eingespannt:** Hier ist der Wandkopf nicht völlig frei, aber auch nicht vollständig eingespannt. Es können begrenzt Momente übertragen werden, z. B. durch eine Aufkantung oder eine Auflagerkonsole. **Zusammenfassung:** Der Wandkopf einer Winkelstützwand kann also - gelenkig (momentenfrei), - biegesteif (momententragend) oder - teilweise eingespannt gelagert sein. Die Wahl der Lagerung beeinflusst maßgeblich die statische Bemessung und die Bewehrung der Wand. **Weiterführende Informationen:** - [Winkelstützwand – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Winkelst%C3%BCtzwand) - [Baulexikon: Winkelstützwand](https://www.baulexikon.de/winkelstuetzwand/)