Das bei vielen ZWO ASI Astrokameras eingeschraubte Großfeldokular dient in der Regel nicht der visuellen Beobachtung, sondern hat einen anderen Zweck: Es handelt sich meist um einen sogenannten... [mehr]
Um zu bestimmen, wie groß der Chip einer Astrokamera maximal sein darf, damit du mit einem f/15-Refraktor und 80 mm Objektiv in den Fokus kommst, musst du den **Backfokus** (auch Arbeitsabstand genannt) des Teleskops und die Bauhöhe der Kamera berücksichtigen. **Wichtige Begriffe:** - **Backfokus**: Abstand von der letzten Linse des Teleskops bis zum Fokuspunkt (wo der Chip sitzen muss). - **Bauhöhe der Kamera**: Abstand von der Vorderseite der Kamera (wo sie am Okularauszug sitzt) bis zum Sensor. **Rechnung:** 1. **Brennweite berechnen:** \[ \text{Brennweite} = f/\# \times \text{Öffnung} = 15 \times 80\,\text{mm} = 1200\,\text{mm} \] 2. **Fokuslage:** Bei Refraktoren liegt der Fokus meist einige Zentimeter hinter dem Okularauszug. Die genaue Position hängt vom Design ab, ist aber unabhängig von der Chipgröße. 3. **Chipgröße und Fokus:** Die **Chipgröße** (also die Diagonale des Sensors) beeinflusst nicht, ob du in den Fokus kommst. Entscheidend ist die **Bauhöhe** der Kamera (Abstand vom Anschluss bis zum Sensor). Solange der Sensor im Fokus liegt, ist die Chipgröße egal. 4. **Problem:** Bei manchen Teleskopen (vor allem bei kurzen Tuben oder bei Verwendung von Zubehör wie Zenitspiegeln) kann es sein, dass der Fokuspunkt zu nah am Tubus liegt und du mit der Kamera nicht mehr "nah genug" an das Teleskop herankommst. Das passiert aber wegen der **Bauhöhe** der Kamera, nicht wegen der Chipgröße. **Fazit:** - Die **maximale Chipgröße** wird nicht durch den Fokus limitiert, sondern durch das Ausleuchtungsfeld des Teleskops (Vignettierung) und die Bauhöhe der Kamera. - **Wichtig:** Die Kamera muss so gebaut sein, dass ihr Sensor im Fokus liegt, wenn sie am Okularauszug sitzt. Die Chipgröße ist dabei egal, solange das Teleskop das Feld ausleuchtet. **Praktischer Tipp:** - Prüfe die **Backfokus-Angabe** deines Teleskops (meist im Handbuch). - Miss die **Bauhöhe** deiner Kamera (Abstand Anschluss–Sensor). - Die Kamera muss so montiert werden können, dass der Sensor im Fokus liegt. **Zusammengefasst:** Die Chipgröße ist für die Fokussierbarkeit nicht relevant. Entscheidend ist, dass die Bauhöhe der Kamera zum Backfokus deines Teleskops passt. Die maximale Chipgröße wird eher durch das ausgeleuchtete Bildfeld und Vignettierung begrenzt, nicht durch den Fokusweg. Weitere Infos findest du z.B. bei [Astronomik](https://www.astronomik.de/de/faq/was-ist-der-backfokus.html) oder [Baader Planetarium](https://www.baader-planetarium.com/de/blog/was-ist-der-backfokus/).
Das bei vielen ZWO ASI Astrokameras eingeschraubte Großfeldokular dient in der Regel nicht der visuellen Beobachtung, sondern hat einen anderen Zweck: Es handelt sich meist um einen sogenannten... [mehr]
Der Vixen 80L Refraktor (80 mm Öffnung, f/15) hat einen sogenannten Backfokus (auch "Back Focus" oder "Fokusweg hinter dem Okularauszug"), der angibt, wie viel Abstand zwische... [mehr]
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Für die visuelle Beobachtung ist der **Takahashi FC-76DCU** einer der beliebtesten und am besten geeigneten Refraktoren mit 76 mm Objektivdurchmesser von Takahashi. **Gründe dafür:** -... [mehr]