Welche Gefährdungen bestehen bei der Montage von Stahlteilen, welche Schutzmaßnahmen sind notwendig und welche rechtlichen Grundlagen gelten?

Antwort

Bei der Montage von Stahlteilen auf Baustellen bestehen verschiedene Gefährdungen, die durch geeignete Maßnahmen minimiert werden müssen. Die rechtlichen Grundlagen regeln, wie diese Maßnahmen umzusetzen sind. **Gefährdungen:** - Absturzgefahr (z. B. bei Arbeiten in der Höhe) - Quetsch- und Schergefahr (z. B. beim Heben und Positionieren von Stahlteilen) - Gefahr durch herabfallende Teile - Gefahr durch unsachgemäßen Einsatz von Hebezeugen und Anschlagmitteln - Lärm- und Staubbelastung - Gefahr durch Schweißen, Schneiden oder Schleifen (Brand, Explosion, Rauch) - Elektrische Gefährdungen (z. B. bei Verwendung von Elektrowerkzeugen) - Gefahr durch instabile Konstruktionen während der Montage **Maßnahmen:** - Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung vor Beginn der Arbeiten - Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA), z. B. Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Auffanggurte - Absicherung von Arbeitsbereichen gegen Absturz (z. B. Geländer, Fangnetze) - Verwendung geprüfter und geeigneter Hebezeuge und Anschlagmittel - Unterweisung der Beschäftigten zu den spezifischen Gefahren und Schutzmaßnahmen - Sicherung der Baustelle gegen unbefugten Zutritt - Einsatz von Sicherungsposten bei gefährlichen Arbeiten - Einhaltung von Sicherheitsabständen und Kennzeichnung von Gefahrenbereichen - Regelmäßige Kontrolle und Wartung der eingesetzten Geräte und Werkzeuge - Brandschutzmaßnahmen bei Schweißarbeiten (z. B. Feuerlöscher bereithalten) **Rechtliche Grundlagen (Deutschland):** - Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Grundlegende Pflichten des Arbeitgebers zum Schutz der Beschäftigten - Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Anforderungen an Arbeitsmittel und deren Verwendung - Baustellenverordnung (BaustellV): Spezielle Regelungen für Baustellen, insbesondere zur Koordination von Sicherheitsmaßnahmen - DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ und DGUV Regel 101-603 „Montage von Stahltragwerken“: Konkretisierung der Unfallverhütungsvorschriften - Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) und Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR) - DIN-Normen, z. B. DIN EN 1090 (Ausführung von Stahltragwerken) **Weitere Informationen:** - [DGUV Regel 101-603 „Montage von Stahltragwerken“](https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3842) - [Baustellenverordnung](https://www.gesetze-im-internet.de/baustellv/) - [Arbeitsschutzgesetz](https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/) Die Einhaltung dieser Vorschriften ist verpflichtend, um die Sicherheit bei der Montage von Stahlteilen zu gewährleisten.

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