Gibt es ein umgekehrtes Echo bei älteren Aufnahmen?

Antwort

Ja, es gibt tatsächlich einen Effekt, der als „umgekehrtes Echo“ oder „Reverse Echo“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um einen Audioeffekt, bei dem das Echo oder der Nachhall eines Tons vor dem eigentlichen Ton zu hören ist, anstatt danach. Das klingt dann so, als würde der Nachhall rückwärts auf den Ton zulaufen. Dieser Effekt entsteht meist durch folgende Technik: Man nimmt das Originalsignal, dreht es um (spielt es rückwärts ab), fügt dann einen normalen Hall oder Echo hinzu und dreht das Ergebnis wieder um. Dadurch erklingt der Hall vor dem eigentlichen Ton. In älteren Aufnahmen, besonders bei analogen Bändern, kann es in stillen Momenten zu ähnlichen Effekten kommen, etwa durch sogenannte „Vorspannung“ oder „Print-Through“. Dabei werden laute Passagen auf benachbarte Windungen des Bandes „übersprochen“, sodass man leise Vor- oder Nach-Echos hört. Das ist aber technisch gesehen kein Reverse Echo, sondern ein Bandartefakt. Reverse Echo wird oft gezielt als künstlerischer Effekt eingesetzt, zum Beispiel in der Musikproduktion (z.B. bei Gesang oder Schlagzeug), um eine surreale oder spannungsvolle Atmosphäre zu erzeugen. Mehr zum Thema findest du z.B. hier: [Reverse Echo (Wikipedia, englisch)](https://en.wikipedia.org/wiki/Reverse_echo)

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