Was geschah 10 Minuten nach dem Urknall?

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Zehn Minuten nach dem Urknall befand sich das Universum in einer Phase, die als "nukleare Ära" bekannt ist. In dieser Zeit war das Universum immer noch extrem heiß und dicht, aber es hatte sich bereits so weit abgekühlt, dass Protonen und Neutronen beginnen konnten, sich zu Atomkernen zu verbinden. Dieser Prozess wird als "nukleare Synthese" oder "Primordiale Nukleosynthese" bezeichnet. Während dieser Phase bildeten sich die ersten leichten Elemente, hauptsächlich Wasserstoff, Helium und Spuren von Lithium und Beryllium. Die Temperaturen waren immer noch in der Größenordnung von etwa einer Milliarde Kelvin, und die Dichte war extrem hoch. Diese Bedingungen ermöglichten es den Kernreaktionen, die leichten Elemente zu erzeugen, die heute im Universum weit verbreitet sind. Nach etwa 20 Minuten war die Temperatur des Universums so weit gesunken, dass die nukleare Synthese weitgehend zum Erliegen kam. Die entstandenen leichten Elemente blieben bestehen, während das Universum weiter expandierte und abkühlte.

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