Wie gesund und natürlich sind Wiesen mit viel Vogelmiere und Purpur-Taubnessel?
Antwort vomWiesen mit viel **Vogelmiere** und **Purpur-Taubnessel** sind meist **nicht automatisch ungesund**, aber oft ein Hinweis auf **nährstoffreiche, gestörte oder stark beeinflusste Standorte**. **Einordnung:** - **Vogelmiere** wächst häufig auf **stickstoffreichen, feuchten, lockeren Böden**. - **Purpur-Taubnessel** ist typisch für **nährstoffreiche Ruderalflächen, Gärten, Wegränder und intensiv genutzte Wiesen**. - Dominieren beide stark, spricht das oft eher für eine **artenarme Fettwiese oder gestörte Fläche** als für eine besonders naturnahe, magere Wildwiese. **Gesundheit der Wiese:** - Für sich genommen können beide Arten Teil einer **ökologisch funktionierenden Fläche** sein. - Für viele Insekten ist besonders die **Taubnessel wertvoll**. - Eine wirklich **„gesunde“ und naturnahe Wiese** erkennt man aber eher an **hoher Artenvielfalt** als an der starken Dominanz weniger stickstoffliebender Arten. **Natürlichkeit:** - **Mäßig natürlich**, aber oft **kultur- und nutzungsgeprägt**. - Weniger Hinweis auf eine ursprüngliche, magere Wiese. - Mehr Hinweis auf **gute Nährstoffversorgung, Bodenstörung oder häufige Nutzung**. **Kurzurteil:** Eine solche Wiese ist meist **ökologisch nicht wertlos**, aber eher **nährstoffreich und beeinflusst** als **besonders naturnah oder botanisch hochwertig**. Entscheidend ist, ob daneben viele weitere typische Wiesenarten vorkommen.