Wie viel Wasser will RWE für die Verfüllung der Tagebaue entnehmen und was passiert mit dem Grundwasser?

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**RWE will für Hambach und Garzweiler bis zu 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Rhein entnehmen; der eigentliche Zweck ist nicht nur die Befüllung der Restlöcher, sondern vor allem, den durch den Tagebau abgesenkten Grundwasserhaushalt wieder anzuheben und langfristig zu stabilisieren.** ([rwe.com](https://www.rwe.com/-/media/RWE/documents/01-der-konzern/betriebsstandorte/tagebau-hambach/gaenderter-braunkohlenplan-text.pdf)) ## Wie viel Wasser ist das konkret Die zentrale Zahl ist **bis zu 18 m³/s** Rheinwasser für den Bereich **Hambach und Garzweiler**. Diese Menge ist im geänderten Braunkohlenplan genannt. Die Befüllung des Hambacher Sees soll **ab 2030** beginnen, die des Garzweiler Sees **ab 2036**; die Erstbefüllung ist nach heutiger Planung ungefähr bis **2070** angelegt. ([rwe.com](https://www.rwe.com/-/media/RWE/documents/01-der-konzern/betriebsstandorte/tagebau-hambach/gaenderter-braunkohlenplan-text.pdf)) Zur Einordnung: **18 m³/s entsprechen 18.000 Litern pro Sekunde**. Hochgerechnet wären das theoretisch rund **1,56 Millionen Kubikmeter pro Tag**, wenn die maximale Entnahmemenge dauerhaft ausgeschöpft würde. Das ist eine Obergrenze, keine Aussage, dass ständig genau so viel entnommen wird. ([rwe.com](https://www.rwe.com/-/media/RWE/documents/01-der-konzern/betriebsstandorte/tagebau-hambach/gaenderter-braunkohlenplan-text.pdf)) ## Was passiert mit dem Grundwasser Während des Tagebaus wurde das Grundwasser großräumig abgesenkt, damit die Gruben trocken und die Böschungen stabil bleiben. Mit dem Ende des Bergbaus wird diese Sümpfung schrittweise zurückgefahren; dadurch steigt das Grundwasser wieder an. Die Seen und das zugeführte Rheinwasser sind Teil dieses Wiederanstiegs. ([rwe.com](https://www.rwe.com/verantwortung-und-nachhaltigkeit/umweltschutz/wasserwirtschaftliche-rekultivierung/)) Entscheidend ist der Unterschied zu vielen verkürzten Darstellungen: Das Wasser verschwindet nicht einfach „im Loch“. Ein erheblicher Teil wirkt **hydrologisch in die Umgebung hinein**. Die Tagebauseen speisen über lange Zeit den Untergrund, gleichen Versickerungsverluste aus und helfen so, die umliegenden Grundwasserkörper wieder aufzufüllen. Genau deshalb soll die Leitung auch **nach Erreichen der Zielwasserstände** noch weiter betrieben werden, bis sich der Grundwasserhaushalt dauerhaft stabilisiert hat. ([rwe.com](https://www.rwe.com/forschung-und-entwicklung/projektvorhaben/rheinwassertransportleitung/faqs/)) ## Praktische Folge Für die Region bedeutet das: Ohne zusätzliche Wasserzufuhr würde die Wiederherstellung eines stabilen Wasserhaushalts deutlich länger dauern und sensible Feuchtgebiete sowie Nutzungen wie Trink- und Brauchwasser stärker unter Druck geraten. RWE und die Planungsunterlagen stellen deshalb die Befüllung der Seen, die Versorgung von Feuchtgebieten und die Stabilisierung des Grundwassers als zusammenhängendes System dar. ([rwe.com](https://www.rwe.com/presse/rwe-power/2026-01-29-rheinwassertransportleitung-genehmigung-erteilt/)) Ein wichtiger Zusatz: **Inden** läuft anders. Dieser Tagebausee soll ab **2030** im Wesentlichen mit Wasser aus der **Rur** und mit wieder ansteigendem Grundwasser befüllt werden, nicht über dieselbe Rheinwasserleitung wie Hambach und Garzweiler. ([rwe.com](https://www.rwe.com/presse/rwe-power/2026-01-29-rheinwassertransportleitung-genehmigung-erteilt/))

Kategorie: Umwelt Tags: RWE Tagebaue Grundwasser