Enten hören grob im Bereich von etwa 100 bis 8.000 Hertz; am empfindlichsten sind sie im mittleren Bereich um ungefähr 1.000 bis 3.000 Hertz. Ultraschall hören sie nicht.
Welche Vogelarten hören Ultraschall?
Antwort vom**Nach heutigem Wissensstand hört keine Vogelart echten Ultraschall zuverlässig; Vögel hören überwiegend deutlich unter 20 kHz.** Echolot-Vögel wie Fettschwalm und Salanganen sind die wichtigste Ausnahme, aber gerade ihre Orientierungsklicks liegen überwiegend im hörbaren Bereich und gelten nicht als typischer Ultraschall. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3664765/)) ## Der entscheidende Punkt **„Ultraschall“ beginnt erst oberhalb von 20 kHz.** Genau dort endet bei Vögeln in der Regel schon der nutzbare Hörbereich oder er wird sehr schwach. In Übersichten zur Vogelhörleistung wird deshalb immer wieder betont, dass Vögel vor allem zwischen etwa 1 und 4 kHz am empfindlichsten sind und hohe Frequenzen nur begrenzt wahrnehmen. ([nrel.gov](https://www.nrel.gov/docs/fy02osti/30844.pdf)) Das ist praktisch wichtig, weil viele Menschen annehmen, Vögel würden wie Fledermäuse mit Ultraschall arbeiten. **Das stimmt nicht.** Vogel-Echolokation ist akustisch viel „tiefer“ und dadurch gröber als die Ultraschall-Echolokation von Fledermäusen. ([frontiersin.org](https://www.frontiersin.org/journals/physiology/articles/10.3389/fphys.2013.00123/full)) ## Welche Arten oft verwechselt werden **Fettschwalm (Oilbird)** und mehrere **Salanganen-/Swiftlet-Arten** können echolokalisieren, aber ihre Klicklaute liegen nach den Standarddarstellungen überwiegend im menschlich hörbaren Bereich, grob etwa zwischen einigen kHz und unterhalb bzw. am Rand von 20 kHz. Bei Swiftlets werden oft etwa 3–9 kHz genannt. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3664765/)) Beim Fettschwalm ist die Lage sogar besonders interessant: Es gibt Hinweise, dass Teile seiner Klicksignale höher liegen als sein bislang gut belegter bester Hörbereich. Das spricht **nicht** dafür, dass er sicher Ultraschall hört, sondern eher dafür, dass seine Echo-Ortung noch nicht vollständig verstanden ist. ([portal.findresearcher.sdu.dk](https://portal.findresearcher.sdu.dk/en/publications/oilbirds-produce-echolocation-signals-beyond-their-best-hearing-r/)) ## Klare Einordnung Wenn du nach **gesichert bekannten Vogelarten mit Ultraschallhören** fragst, lautet die präzise Antwort: **keine eindeutig belegten.** Wenn du nach **Vögeln mit Echoortung** fragst, dann sind die relevanten Gruppen: **Fettschwalm** und **mehrere Salanganenarten**. Der wichtige Unterschied ist: **Echoortung ja, Ultraschallhören nach heutigem Stand nein oder jedenfalls nicht klar belegt.** ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3664765/))