Ein Wasserverbrauch von 1 bis 1,5 Litern pro Tag für einen 12 Wochen alten Labradorwelpen erscheint ungewöhnlich hoch. Im Allgemeinen trinken Welpen etwa 60–100 ml Wasser pro Kilogramm...
Ist eine Erkrankung der Speiseröhre bei einem 18 Monate alten Labrador unwahrscheinlich?
Antwort vom**Nein – unwahrscheinlich ist das nicht. Bei einem Labrador mit 18 Monaten ist ein Megaösophagus durchaus möglich; angeborene Formen fallen meist schon im Welpenalter auf, erworbene Formen können aber auch erst bei jungen erwachsenen Hunden beginnen.** ([vcahospitals.com](https://vcahospitals.com/adobe/know-your-pet/megaesophagus)) Entscheidend ist außerdem: Labrador Retriever gehören zu den Rassen, bei denen angeborener Megaösophagus beschrieben ist. Angeborene Fälle zeigen oft Probleme ab dem Absetzen auf feste Nahrung, während erworbener Megaösophagus später auftreten kann – auch bei jungen Erwachsenen. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/digestive-system/congenital-and-inherited-anomalies-involving-the-digestive-system/congenital-and-inherited-anomalies-of-the-esophagus-in-animals)) ## Woran du eher denken solltest Typisch ist nicht einfach „Erbrechen“, sondern **Regurgitieren**: Futter oder Wasser kommt kurz nach dem Schlucken passiv wieder hoch, oft ohne Bauchpresse. Dazu passen Husten, Verschlucken, Gurgelgeräusche, Gewichtsverlust oder wiederkehrende Lungenentzündungen. ([vcahospitals.com](https://vcahospitals.com/adobe/know-your-pet/megaesophagus)) ## Wichtiger Unterschied Mit 18 Monaten wäre ein **rein angeborener** Megaösophagus, der vorher nie aufgefallen ist, eher weniger typisch. **Ein Megaösophagus insgesamt** ist in diesem Alter aber keineswegs ausgeschlossen, weil auch erworbene Ursachen infrage kommen, zum Beispiel Myasthenia gravis, Polymyositis oder Hypoadrenokortizismus. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/digestive-system/diseases-of-the-esophagus-in-small-animals/dilatation-of-the-esophagus-in-small-animals)) ## Praktische Konsequenz Wenn der Hund Futter oder Wasser wieder hochbringt, ist das **zeitnah tierärztlich abklärungsbedürftig**, weil die größte Gefahr eine Aspirationspneumonie ist. Die Diagnose wird meist per Röntgen, teils mit Kontrastmittel, gestellt; bei jungen Hunden muss man zusätzlich nach der Ursache suchen und nicht nur die Speiseröhre selbst beurteilen. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/digestive-system/diseases-of-the-esophagus-in-small-animals/dilatation-of-the-esophagus-in-small-animals))