Ein Dialog mit einem Virenscanner via ICAP (Internet Content Adaptation Protocol) läuft typischerweise so ab, dass ein ICAP-Client (z. B. ein Proxy) eine Anfrage an einen ICAP-Server (z. B. einen... [mehr]
Beim Einsatz von ICAP (Internet Content Adaptation Protocol) zur Virenprüfung gibt der ICAP-Server nach der Analyse einer Datei eine Antwort an den Client zurück. Die wichtigsten Statuscodes sind dabei: - **ICAP/1.0 200 OK**: Die Anfrage wurde erfolgreich bearbeitet und der Inhalt wurde möglicherweise verändert (z.B. weil ein Virus entfernt oder die Datei blockiert wurde). - **ICAP/1.0 204 No Content**: Die Anfrage wurde erfolgreich bearbeitet, aber der Inhalt wurde **nicht** verändert (d.h. die Datei ist sauber und musste nicht angepasst werden). **Wie erkennst du, ob die Daten virenbehaftet sind?** 1. **ICAP/1.0 204 No Content** Bedeutet: Die Datei ist **sauber**. Der ICAP-Server hat keine Bedrohung gefunden und den Inhalt nicht verändert. 2. **ICAP/1.0 200 OK** Bedeutet: Die Datei wurde **verändert** oder es gibt zusätzliche Informationen. Das kann verschiedene Gründe haben: - Die Datei wurde desinfiziert (Virus entfernt). - Die Datei wurde blockiert (z.B. durch einen Ersatzinhalt ersetzt). - Es wurden Warnhinweise hinzugefügt. **Ob die Datei virenbehaftet war, erkennst du an den ICAP-Headern und ggf. am Inhalt der Antwort:** - Prüfe die Header wie `X-Virus-ID`, `X-Infection-Found` oder ähnliche, die vom Virenscanner gesetzt werden. - Bei einer Blockierung oder Desinfektion enthält die Antwort oft einen Ersatzinhalt (z.B. eine HTML-Seite mit Warnung). - Die genaue Bedeutung und die verwendeten Header hängen vom eingesetzten ICAP-Virenscanner ab (z.B. [Symantec](https://www.broadcom.com/products/cyber-security/information-protection/advanced-threat-protection), [Kaspersky](https://www.kaspersky.com/enterprise-security/icap), [Sophos](https://www.sophos.com/en-us/products/web-appliance/icap-support.aspx)). **Zusammengefasst:** - **204** = Datei ist sauber. - **200** = Datei wurde verändert oder blockiert → Prüfe die spezifischen Header und den Inhalt, um zu erkennen, ob ein Virus gefunden wurde. **Tipp:** Die genaue Implementierung und die verwendeten Header solltest du in der Dokumentation deines ICAP-Virenscanners nachlesen, da es keine allgemeingültigen Standard-Header für Virenfunde gibt. Weitere Infos zu ICAP: - [RFC 3507 (ICAP-Standard)](https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc3507) - [Wikipedia: ICAP](https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Content_Adaptation_Protocol)
Ein Dialog mit einem Virenscanner via ICAP (Internet Content Adaptation Protocol) läuft typischerweise so ab, dass ein ICAP-Client (z. B. ein Proxy) eine Anfrage an einen ICAP-Server (z. B. einen... [mehr]
Ein Dialog mit einem Virenscanner via ICAP (Internet Content Adaptation Protocol), bei dem ein Preview in mehreren Chunks gesendet wird, läuft typischerweise wie folgt ab: **1. ICAP-REQMOD-Anfra... [mehr]
Um binäre Daten (z. B. eine Datei) direkt an einen Virenscanner über das ICAP-Protokoll zu senden, wird typischerweise der ICAP-Request mit einem eingebetteten HTTP-Request oder HTTP-Respons... [mehr]